74 Kilo Cannabis: Suchtgifthandel im Burgenland aufgedeckt
Eine versteckte Plantage, tonnenweise Pflanzen – und ein lukratives Geschäft: Ermittler schlagen in Güssing zu.
Ermittler der Polizeiinspektion St. Michael im Burgenland haben im Bezirk Güssing einen Fall von Suchtgifthandel aufgedeckt. Drei Männer stehen im Verdacht, über mehrere Monate hinweg Cannabis in großem Stil angebaut und gewinnbringend in Verkehr gesetzt zu haben.
Nach Angaben der Polizei wurden die Verdächtigen im Zuge umfangreicher Erhebungen der Kriminaldienstgruppe Suchtgift ausgeforscht. Der Tatzeitraum reicht von August 2025 bis 25. März 2026. Ein 36-jähriger Mann aus Tirol wurde festgenommen und in die Justizanstalt Eisenstadt eingeliefert. Zwei weitere Beschuldigte – ein 48-jähriger Wiener sowie ein 32-jähriger Mann aus Tirol – wurden auf freiem Fuß angezeigt.
Den drei Männern konnten bisher mindestens 74 Kilogramm Cannabis nachgewiesen werden. Der Verkaufswert der sichergestellten beziehungsweise zum Verkauf bestimmten Menge wird mit rund 740.000 Euro beziffert.
Die Produktion erfolgte laut Ermittlungen in einer Indoorplantage in einer Lagerhalle im Bezirk Güssing. Die Anlage erstreckte sich über den gesamten Kellerbereich der Firmenhalle. Dort wurden die Cannabispflanzen gezüchtet und geerntet.
Aufgrund weiterer aufgefundener Pflanzentöpfe gehen die Ermittler davon aus, dass die tatsächlich produzierte Menge an Cannabisblüten noch deutlich höher sein könnte. Die Kriminaldienstgruppe Güssing führt daher weitere umfangreiche Erhebungen.
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