Gegen neue Pläne: Mikl-Leitner und Doskozil verbünden sich
Burgenland und Niederösterreich kritisieren neue Regeln für Stromspeicher. Sie sehen Risiken für Investitionen und Energiewende.
Niederösterreich und das Burgenland fordern Änderungen bei den geplanten Regeln für Stromspeicher. Aus Sicht beider Länder gefährdet der Entwurf der E-Control zum Systemnutzungsentgelt den Ausbau dringend benötigter Speicherkapazitäten.
Der Ausbau von Batteriespeichern gilt als zentrale Voraussetzung, um mehr Wind- und Sonnenstrom in das Stromsystem zu integrieren, Netze zu entlasten und die Versorgungssicherheit zu stärken. Der vorliegende Entwurf schaffe jedoch zusätzliche Hürden, verzögere Investitionen und könne den Ausbau bremsen.
Niederösterreich und Burgenland sprechen sich für eine grundlegende Überarbeitung aus. Gefordert werden einfache, technologieoffene und praxistaugliche Regeln sowie mehr Rechtssicherheit für Investoren. Zudem sollen Netzentgelte so gestaltet werden, dass sie systemdienliche Speicher – etwa in Kombination mit Wind- oder Photovoltaikanlagen – fördern und nicht behindern.
Kritik von Mikl-Leitner und Doskozil
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betont die Bedeutung des Ausbaus erneuerbarer Energie. „Damit Wind- und Sonnenstrom mit dem Verbrauch der Bürgerinnen und Unternehmen synchronisiert werden, brauchen wir mehr Stromspeicher – und zwar rasch.“ Der vorliegende Entwurf bewirke jedoch das Gegenteil: „Er schafft zusätzliche Hürden, verzögert Investitionen und verteuert die Energiewende.“
Auch Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil sieht die Entwicklung kritisch. „Das Burgenland ist die Musterregion für eine Energiewende, die auch die Bevölkerung mitnimmt. Diese Energiewende gelingt nur mit Investitionen und nicht mit immer neuen Hürden.“
Bedeutung für Energieversorgung
Nach Ansicht beider Länder sind Stromspeicher entscheidend, um regional erzeugten Strom auch vor Ort nutzen zu können. Sie helfen dabei, Lasten im Stromnetz besser zu verteilen und die Versorgung stabil zu halten. Der aktuelle Entwurf schaffe jedoch Unsicherheit statt Planungssicherheit und erschwere Finanzierungen sowie die Umsetzung von Projekten.
Niederösterreich und Burgenland sprechen sich daher für ein höheres Tempo beim Ausbau von Speichern aus. Ohne zusätzliche Kapazitäten könne die Energiewende und die Nutzung von Wind- und Sonnenstrom nicht gelingen. „Österreich braucht mehr Stromspeicher – nicht mehr Bürokratie“, so Doskozil.
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