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Chronik Burgenland
10/14/2021

Strafandrohung über 75.000 Euro für Online-Verkäuferin

Eine Frau wollte im Netz Lampen verkaufen, da bekam sie eine Strafandrohung. Die Arbeiterkammer rät, sich nicht einschüchtern zu lassen.

Eine Nordburgenländerin wollte nur ihre Lampen verkaufen, stattdessen war sie mit Drohungen und finanziellen Forderungen über 75.000 Euro konfrontiert und wandte sich hilfesuchend an die Arbeiterkammer.

In einer Flohmarktgruppe in einem sozialen Netzwerk hatte die Frau einen Käufer für die Lampen gesucht. Weil sie die zerbrechliche Ware nicht versenden wollte, verlangte sie persönliche Abholung. Ein Interessent kontaktierte die Frau, man war bald handelseins. Dass er die Lampen durch einen Boten abholen lassen wollte, erschien der Verkäuferin nicht verdächtig. Als aber danach die Mitteilung eines bekannten Transportdienstleisters bei ihr eintrudelte, wurde sie stutzig. Sie solle für das Abholen 100 Euro vorstrecken. Die Nordburgenländerin teilte daraufhin dem Käufer mit, dass sie unter diesen Umständen nicht verkaufen will.

Da wurde der Ton plötzlich rau: Ein Betrugsverfahren gegen sie sei eingeleitet worden. Wenn sie nicht am selben Tag 200 Euro über einen Aufladecode einzahle, würde sie fünf Jahre Gefängnis und eine Geldstrafe von 75.000 Euro riskieren. Sie ließ sich nicht einschüchtern und wandte sich an die AK. „Es handelte sich schlicht und einfach um einen Betrugsversuch“, sagt AK-Konsumentenschützer Christian Koisser. Die Nachrichten stammten weder von einem Käufer noch von einem Transportdienstleister. Koisser rät: „Nicht einschüchtern oder sich vorschnell zu Zahlungen überreden lassen“.

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