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Diese Jugend lässt niemanden im Stich

Sie trainieren, kämpfen um Sekunden und übernehmen Verantwortung. Wer die Feuerwehrjugend erlebt, muss manche Vorurteile überdenken.
Zahlreiche Feuerwehrleute in Uniform sitzen in Gruppen auf einem Sportplatz vor einer voll besetzten Tribüne bei einer feierlichen Veranstaltung.

Immer wieder hört man folgende Behauptungen, eher von der älteren Generation: Die Jugend sei nur noch am Handy, interessiere sich für nichts, wolle keine Verantwortung übernehmen und schon gar nicht ihre Freizeit für andere opfern. 1.400 Mädchen und Buben, die am Wochenende in Stegersbach beim Landesfeuerwehrjugendleistungsbewerb angetreten sind, lieferten den Gegenbeweis. Sie haben wochenlang trainiert, Hindernisse überwunden, Schläuche verlegt, Knoten angefertigt und als Gruppe um jede Sekunde gekämpft.

All das für den gemeinsamen Erfolg und weil den Jugendlichen Gemeinschaft, Wettbewerb und das Gefühl, gebraucht zu werden, etwas bedeuten. Die Vorbereitung auf den Bewerb, die Jugendfeuerwehr an sich und die Feuerwehr sowieso vermitteln wichtige Eigenschaften: Verlässlichkeit, Disziplin, Konzentration und die Bereitschaft, sich auf andere zu verlassen.

Das Umfeld muss passen

Dass sich Jugendliche engagieren, ist allerdings keine Selbstverständlichkeit. Es braucht Erwachsene, die Zeit investieren, Ausbildung organisieren, Fahrten übernehmen und auch dann geduldig bleiben, wenn es mühsam wird. Hinter den 1.400 Teilnehmern stehen Betreuer, Eltern und Feuerwehrmitglieder, die Nachwuchsarbeit nicht als lästige Zusatzaufgabe betrachten. Sie geben jungen Menschen einen Platz, an dem sie dazugehören und Verantwortung schrittweise übernehmen können.

Die Feuerwehrjugend ist deshalb mehr als eine Nachwuchsorganisation für die späteren Einsatzkräfte. Sie ist ein Beispiel dafür, wie gesellschaftlicher Zusammenhalt von unten entsteht: nicht durch Appelle, sondern durch gemeinsames Tun. Das Burgenland darf auf diese Mädchen und Buben und deren gesamtes Umfeld stolz sein. Wer nach Stegersbach noch immer behauptet, die Jugend wolle nichts leisten, hat vermutlich nur nicht genau oder an die falsche Stelle hingeschaut.

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