Stammzellen-Spender gefunden: Freitag, der 13., Matteos Glückstag
Jungfeuerwehrmann Matteo hilft gerne anderen – jetzt braucht er selbst Hilfe.
Freitag, der 13., wurde für den lebensbedrohlich erkrankten Jungfeuerwehrmann Matteo tatsächlich zum Glückstag: Im Rahmen mehrerer Typisierungsaktionen konnte ein Stammzellen-Spender gefunden werden.
Weitere gute Nachricht: Das Burgenland hat mit der HTL Pinkafeld, neben der HAK Stegersbach, bereits zwei „Lebensretterschulen“ – mehr dazu später.
Die erlösende Information, dass es für den zwölfjährigen Buben, der an einer seltenen Blutkrankheit (einem Immundefekt) leidet, Hilfe und Rettung gibt, kam am Freitag, den 13., um 17.06 Uhr.
„Unglaublich“
„Dank eurer unglaublichen Unterstützung bei der Suche nach einem Stammzellenspender haben wir es geschafft: Matteo hat seinen ‚genetischen Zwilling‘ gefunden! Wir sind überwältigt von der Hilfsbereitschaft, die wir erfahren durften. Danke an jeden einzelnen von euch“, so das Facebook-Posting der Feuerwehr St. Lorenzen (Steiermark), bei der Matteo in der Jugendmannschaft aktiv ist.
Zu diesem Zeitpunkt war gerade eine Typisierungsaktion der Feuerwehrkameraden aus dem südburgenländischen Bocksdorf (Bezirk Güssing) in vollem Gange. Aufatmen und Hoffnung machten im Gemeindesaal schnell die Runde.
Obwohl Matteo nun einen Stammzellenspender hatte, gaben trotzdem zahlreiche Personen einen Wangenabstrich ab, füllten Fragebögen aus und ließen sich als mögliche Spender registrieren.
Barbara Pelzmann, Verein "Geben für Leben"
Sehr zur Freude der ärztlichen Leiterin Barbara Pelzmann, die für den Verein „Geben für Leben“ vor Ort war. Wie wichtig so eine Typisierung sein kann, zeigt sich daran, dass allein in Österreich durchschnittlich drei Personen pro Tag an Leukämie erkranken. „Darunter viele Kinder“, erläutert die Medizinerin vom Krankenhaus Oberwart. Aktuell laufen drei Aktionen für Buben und Mädchen, die dringend Stammzellen benötigen (siehe Bericht unten).
Die nächste einfache Möglichkeit für eine Registrierung gibt es auf der Feuerwehrmesse „Signal 112“, die von 12. bis 14. März in Oberwart stattfindet.
Helfen macht Schule
Im Zusammenhang mit erfolgreichen Typisierungen verweist Barbara Pelzmann mit Stolz darauf, dass es „im Burgenland bereits zwei Lebensretterschulen gibt“. Nachdem sich Matura-Anwärter Rudolf Meran in der HAK Stegersbach registrieren ließ, wurde er bereits kurz darauf als „genetischer Zwilling“ für einen leukämiekranken Burschen in Kroatien ermittelt. Sowohl die HAK als auch Rudolf bekamen dafür eine Urkunde.
HTL Pinkafeld
Diese Ehrungen gibt es am Mittwoch auch für die HTL Pinkafeld und einen ihrer Schüler, der sich in der Lehranstalt typisieren ließ und ebenfalls bereits Stammzellen an einen erkrankten Jugendlichen gespendet hat.
Drei Kinder warten noch auf einen Spender
Während die Suche nach einem geeigneten Stammzellenspender für den zwölfjährigen Matteo erfreulich kurz war, müssen andere Familien noch bangen und hoffen.
Der Verein „Geben für Leben“ sucht derzeit nach Spendern für drei weitere Kinder in Österreich. Auf gebenfuerleben.at gibt es kleine Einblicke in die Schicksale der Betroffenen.
Da wäre zum einen der sechsjährige Farouk aus Innsbruck. „Ein kleiner Bub mit großen Träumen, einem fröhlichen Lachen und ganz viel Hoffnung. Seit über einem Jahr kämpft er tapfer gegen Thalassämie (eine Hämoglobinopathie)“, wie es auf der Homepage heißt.
Auch der neunjährige Pascal aus Tirol braucht dringend eine Spende von gesunden Stammzellen. Er ist schwer an der seltenen X-chromosomalen Adrenoleukodystrophie (XALD) erkrankt.
Und auch ein drittes Kind – ein Mädchen – ist auf der Suche nach ihrem „genetischen Zwilling“.
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