Wird Freitag, der 13., zu Matteos Glückstag?
Jungfeuerwehrmann Matteo hilft gerne anderen – jetzt braucht er selbst Hilfe.
Von Gernot Heigl
Seit rund einem Jahr leidet Matteo an einem speziellen Immundefekt, bei dem Zellen gesundes Blutgewebe zerstören. Entzündungsreaktionen bergen ein hohes Risiko für Multiorganversagen.
Helfen kann dem zwölfjährigen Buben, der in seiner steirischen Heimat ein engagierter Jugendfeuerwehrmann ist, eine Stammzellenspende. Deshalb organisiert die Freiwillige Feuerwehr Bocksdorf eine Typisierungsaktion.
Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, um die Krankheit zu besiegen. „Wir hoffen auf viele Freiwillige, die am Freitag, den 13., zwischen 16 und 19 Uhr in den Gemeindesaal kommen“, sagt Barbara Pelzmann, ärztliche Leiterin vom Verein „Geben für Leben“, der die Registrierung per Wangenabstrich durchführt.
Hohe Trefferquote
Seit 2018 haben sich im Burgenland bereits rund 8.500 Personen typisieren lassen. Die Trefferquote ist hoch: „62 von ihnen konnten bereits anderen Menschen das Leben retten. Allein 2025 waren es 19. Dabei liegt die Wahrscheinlichkeit, dass die Gene zweier Menschen zusammenpassen, bei 1:500.000“, so Pelzmann. Die Spenden aus dem Burgenland empfingen großteils an Leukämie erkrankte Personenn, wie vor kurzem ein Bursch in Kroatien.
- Wer spenden kann: Typisieren lassen können sich alle körperlich gesunden Personen zwischen 16 und 45 Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens
50 Kilogramm. Die Typisierung erfolgt mittels Wangenabstrich. - Wann und wo: Morgen (Freitag, 13. Februar) im Gemeindesaal Bocksdorf (Herrengasse 11) von 16 bis 19 Uhr.
- 62 Leben gerettet: Von den bisher 8.500 Typisierungen im Burgenland wurden 62 „genetische Zwillinge“ gefunden.
Mehr Infos unter gebenfuerleben.at
Wie wichtig eine Stammzellenspende sein kann, zeigt sich daran, dass allein in Österreich durchschnittlich drei Personen pro Tag an Leukämie erkranken, darunter viele Kinder. Wer sich registrieren lässt, wird in einer internationalen Datenbank erfasst, in der sich aktuell gut 45 Millionen Freiwillige befinden.
"Genetischer Zwilling" gesucht
Kommt es zur Übereinstimmung eines zwölfstelligen Abschnitts der DNA, spricht man von einem „genetischen Zwilling“. Je nach Erkrankung stehen dann zwei Spendenvarianten zur Auswahl. Entweder werden Stammzellen über eine Zentrifuge aus dem Blut getrennt und gesammelt oder es wird etwas Knochenmark aus dem Beckenkamm punktiert. Um eventueller Unsicherheit vorzubeugen, beruhigt der gemeinnützige Verein „Geben für Leben“ mit der Garantie, dass „jeder Spender professionell betreut und begleitet wird. Außerdem entstehen dem Spender keine Kosten, die werden alle vom Verein übernommen.“
Barbara Pelzmann, die im Burgenland bereits rund 200 Aktionen durchgeführt hat: „Spender und Empfänger sind grundsätzlich anonymisiert. Erst nach einiger Zeit, wenn beide das wünschen, können sie Kontakt aufnehmen.“
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