Service als Trumpf für Einzelhändler

Bücher
Foto: ap Bücher und Bekleidung werden am häufigsten im Internet gekauft. Dennoch: Jeder vierte Kunde will das Produkt vor dem Kauf angreifen und ansehen – die Chance für Geschäfte

Burgenländer kaufen gerne im Internet ein, vor allem Bücher und Kleidung. Händler vor Ort setzen auf Dienstleistung.

Einkaufen per Mausklick boomt. Unabhängig von Ladenöffnungszeiten und Geschäftsstandorten shoppen, das erfreut sich auch im Burgenland großer Beliebtheit. 15 Einkäufe pro Jahr und Person werden bereits online getätigt. Auch immer mehr Einzelhändler verkaufen ihre Waren über das Internet. Vor allem Bücher und Textilien werden gerne online erstanden. Dass das Geschäft im Internet den stationären Einzelhandel verdrängt, ist dennoch ein Irrglaube.

„Wir müssen hier schon die Kirche im Dorf lassen. Der Internet-Einzelhandel macht nur knapp 4 Prozent des Gesamtgeschäftes aus. Das entspricht etwa dem Weihnachtsgeschäft“, erklärt Ernst Gittenberger von der KMU Forschung Österreich, der im Auftrag der Wirtschaftskammer das Online-Shopping unter die Lupe genommen hat.

Von den österreichweit 39.000 Einzelhandelsunternehmen haben 50 Prozent eine eigene Website, 15 Prozent verkaufen über diese Seite auch ihre Waren. Im Burgenland gibt es 5000 Einzelhändler. 200 davon betreiben einen Webshop.

„Ein Onlineshop ist vielleicht nicht für jeden Einzelhändler administrierbar. Ein ordentlicher Webauftritt mit einer ansprechenden Homepage ist aber wichtig“, erklärt Harald Zink, Obmann der Sparte Handel. Denn wie die aktuelle Studie zeige, informieren sich die Konsumenten sehr häufig auf der Website des Händlers über ein Produkt, bevor die Kaufentscheidung fällt.

Chancen nützen

Die große Chance für den stationären Einzelhändler gegenüber dem Internet-Shopping sieht Zink im Dienstleistungsbereich. „Beratung, Service und die ansprechende Präsentation der Waren im Geschäft sind unsere Stärken. Hier müssen wir wirklich top sein“, sagt Zink. Denn jeder vierte Konsument erklärte in der Umfrage, dass er die Waren lieber persönlich im Geschäft kaufe, wo er die Produkte sehen, angreifen und sich beraten lassen könne.

Dennoch könnten sich die burgenländischen Einzelhändler dem Medium Internet nicht verschließen. Eine gepflegte Homepage ist auch eine Art Visitenkarte.

(kurier) Erstellt am
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