Auf der Piste und in der Politik: Flachländer wollen hoch hinaus

Menschen auf einem Sessellift von unten, Ski vor blauem Himmel.
Wenn die Schulen geschlossen sind, pausiert oft auch die Landespolitik. Doch ein 74-jähriger Sportpräsident schert aus.
Paul Haider

Paul Haider

Eine Woche nach Wien und Niederösterreich sind jetzt auch wir an der Reihe. Dass im Burgenland die Semesterferien begonnen haben, ließ sich schon am Wochenende an den massenhaften gen Westen abziehenden, beskiträgerten Familienfahrzeugen erkennen.

Skifahren ist nämlich auch im flachen Land Volkssport Nummer eins. Das Üben für die Abfahrten in den Bergen war heuer erfreulicherweise wieder Zuhause möglich: Der „Schiklub Wiesen“ konnte in dieser Saison über perfekte winterliche Bedingungen jubeln – und öffnet seine Piste auch noch in den Semesterferien.

Unterdessen hat Landesrätin Daniela Winkler (SPÖ) am Sonntag die 51. Burgenländische Skiwoche in Altenmarkt eröffnet. Dass sich die Teilnehmerzahl an der Wintersportwoche im Laufe der Jahre verdoppelt hat (2026 sind es 468 Skifahrerinnen und -fahrer, davon 94 Kinder), zeugt von der ungebrochenen Begeisterung des Burgenlands für den Alpinsport.

Themenwechsel in eigener Sache: Dass im Burgenland Ferien sind, zeigt sich auch immer wieder verlässlich an rar gesäten Presseterminen. Sind die Schulen geschlossen, dann gönnt sich auch die Landespolitik gerne eine Verschnaufpause.

Das soll uns nicht weiter stören – dadurch bleibt mehr Zeit für die „schöneren“ Geschichten, die unser Land zu bieten hat. Wie zum Beispiel jene vom Mississippi-Alligatorenpärchen, das jetzt in Forchtenstein lebt.

74-jähriger Gipfelstürmer

In der vermeintlichen landespolitischen Funkstille stieß Sport-Austria-Präsident Hans Niessl mit seinen bundespräsidialen Ambitionen nicht nur bei burgenländischen Medien auf offene Ohren – und konnte dieser Tage im innenpolitischen Diskurs zur Wehrpflicht-Debatte aufschließen. Mindestens.

Bis zur anvisierten Gipfelerstürmung im Herbst 2028 hat der 74-jährige Alt-Landeshauptmann allerdings noch viele Höhenmeter vor sich.

Und in die Hofburg fährt kein Skilift.

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