© Orovits Thomas

Chronik Burgenland

Schweine und Stürme als Gründe für Schlossparkzaun

Landeshauptstadt als Pächter des Esterhazy-Parks trägt Kosten von 50.000 Euro.

von Thomas Orovits

08/16/2021, 05:01 AM

Der Schlosspark in Eisenstadt ist nicht nur bei Hochzeitspaaren und Hundebesitzern, jungen Läufern und älteren Städtetouristen beliebt. Das weitläufige Areal zieht auch Wildschweine und andere Tiere aus dem Leithagebirge an.

Mit diesen unliebsamen Gästen wird auch begründet, warum derzeit auf der bisher zaunlosen Nord- und Ostseite des Esterhazy’schen Parks ein stabiler Zaun errichtet wird – nicht bloß ein Maschendraht wie entlang der Glorietteallee und des Feiersteigs.

Der Zaun erfülle aber noch eine andere Funktion, erläutert Esterhazy-Sprecherin Leonara Skala auf KURIER-Anfrage. „Zum einen stellt er ein gewisses Hindernis für Wildtiere dar, in den Park einzudringen, zum anderen soll er eine vollständige Schließung des Schlossparks bei extremen Wetterbedingungen zum Schutz der Spaziergänger gewährleisten“. Der öffentliche Teil des Schlossparks wird bereits bei einer Windstärke ab 60 km/h geschlossen.

Sturmschäden

Stürme haben in den vergangenen Jahren immer wieder große Schäden im Areal mit 8.000 Bäumen angerichtet. Im August 2017 mussten 50 Bäume – darunter 200 Jahre alte Schwarzkiefern und Platanen – nach einer stürmischen Nacht gefällt werden. Bei 400 weiteren Bäumen sind damals teilweise große Äste abgebrochen.

Esterhazy und die Freistadt Eisenstadt als Pächterin des Parks beeilen sich aber zu betonen, dass der Schlosspark auch weiterhin für Besucher offenbleibe. Es sei nicht im Entferntesten daran gedacht, den Park für die Allgemeinheit zu schließen oder das Betreten kostenpflichtig zu machen. Die Kosten für die Errichtung des Zauns in der Höhe von rund 50.000 Euro trägt entsprechend der Verpflichtung aus dem Pachtvertrag die Stadtgemeinde.

Der in den Grundzügen aus dem 17. Jahrhundert stammende Park erhielt mehrmals eine neue Form. Nikolaus II. (1765–1833) holte den französischen Architekten Charles Moreau dafür nach Eisenstadt, der Park wurde zum englischen Landschaftsgarten und erhielt die bis heute erkennbare Gestalt.

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