Chronik | Burgenland | Regionalumfrage
04/02/2019

Leerstehende Geschäfte als heißes Eisen in der Stadt

Die Bewohner von Mattersburg wünschen sich dringend eine Belebung der Michael Koch Straße.

Leerstehende Geschäfte in der Innenstadt, Fachmarktzentren am Stadtrand und die steigende Zahl an Einkäufen in der virtuellen Welt: Verwaiste Orts- und Stadtzentren werden für die Verantwortlichen in den Gemeinden landauf und landab immer öfter zum Problem. Lag die Leerstandsquote im Jahr 2013 bei vier Prozent, lag sie Ende 2018 bereits bei 5,9 Prozent. In kleineren Städten sprach der Handelsverband Ende des Vorjahrs sogar von 13,5 Prozent. Auch in Mattersburg ist die Belebung der Innenstadt ein heißes Eisen. Bei der aktuellen Umfrage des KURIER gaben 85 Prozent an, dass es ihnen sehr wichtig ist, dass mehr für die Geschäftswelt in der Mattersburger Innenstadt getan würde. Bei den Antworten der Leser stellte sich heraus, dass vor allem eine „Attraktivierung der Michael-Koch-Straße“ für wünschenswert erachtet werde. Von einer „Ruinenstraße“ ist da unter anderem zu lesen. „Seit mindestens 15 Jahren wird nichts gemacht. Eine Schande für die Stadt. Eine Zumutung für die anderen Geschäfte in der Innenstadt“, schreibt ein Leser.

Auch Stadtchefin Ingrid Salamon (SPÖ) weiß um die Anliegen der Bevölkerung Bescheid. „Ich teile da die Meinung vieler Mattersburger. Auch ich würde mir wünschen, dass die Michael-Koch-Straße belebt wird“, sagt die Bürgermeisterin. Da es sich aber bei dem besagten Innenstadtviertel – so Salamon – um „nicht öffentliches Gut“ handle, seien ihr die Hände gebunden.

Klärendes Gespräch

Dieser Tage sei jedenfalls ein Gespräch zwischen der Bürgermeisterin und mit einem Unternehmer, in dessen Besitz sich Immobilien in dem Innenstadtbereich befinden, anberaumt. „Eine Überlegung ist es auch, das Rathaus in die Michael-Koch-Straße zu verlegen“, sagt Salamon. Zudem würde sie neue Geschäfte und einen Parkplatz in diesem Bereich begrüßen. Gewünscht werden von der Bevölkerung auch neue Gastronomiebetriebe.