Rechnungshof Burgenland: „Fußballakademie gut geführt“

Rechnungshof Burgenland: „Fußballakademie gut geführt“
Wenig Kritik des Rechnungshofes an Mattersburger Institution: "Im Wesentlichen gut geführt."

Mit vier Rasen- und zwei Kunstrasenplätzen bietet die Fußballakademie Burgenland (FUBAK) in Mattersburg mehr als vom ÖFB gefordert, lautet einer der Kritikpunkte im am Mittwoch veröffentlichten Bericht des Burgenländischen Landes-Rechnungshofes. Denn: Von 2014 bis 2019 seien die sechs Spielfelder nur zu 38 Prozent ausgelastet gewesen.

Dass die Plätze ausschließlich den Mannschaften der Akademie und dem SV Mattersburg zur Verfügung standen, sah der Rechnungshof kritisch. Mittlerweile können Dritte die Spielfelder allerdings entgeltlich nutzen, wird seitens der Geschäftsführung betont. An einem alternativen Nutzungskonzept werde gearbeitet.

Ebenfalls kritisch betrachtete der Landes-Rechnungshof, dass bis zum Ende der Prüfung die Entscheidung über die Verteilung von rund 1,5 Millionen Euro aus der Vorsteuer unter den Gesellschaftern offen gewesen sei.

27.000 Euro pro Spieler

Insgesamt habe die Prüfung über 120 Feststellungen und 34 Empfehlungen ergeben, es handle sich aber „um keine gravierenden rechtlichen oder betriebswirtschaftlichen Beanstandungen“, so Landes-Rechnungshofdirektor Andreas Mihalits: „Die Buchführung war nachvollziehbar, die Dokumentation ordentlich und das bei einer äußerst schlank aufgestellten Geschäftsführung.“ Die Fußballakademie sei im Prüfungszeitraum „im Wesentlichen gut geführt“ gewesen. Die Aufwendungen pro Spieler lagen im Schnitt bei rund 27.100 Euro jährlich, heißt es im Bericht.

Zu Auswirkungen des im Juli aufgeflogenen Skandals um die Commerzialbank Mattersburg, die Hauptsponsor des FUBAK-Gesellschafters SV Mattersburg war, könne der Bericht keine Auskunft geben, da der Prüfzeitraum im Juni 2019 ende, hieß es. Im überprüften Zeitraum habe der Rechnungshof keine Hinweise auf Malversationen in den Unterlagen der Fußballakademie gefunden.

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