Chronik | Burgenland
09.01.2012

Raubüberfälle verbindet "eine Masche"

Nach dem Übergriff vergangene Woche wurde in Oberpullendorf wieder eine Pensionistin Opfer eines brutalen Raubes.

Die Vorgehensweise erinnert an den 3. Jänner: Nur wenige Tage nach einem Handtaschenraub in Oberpullendorf, bei dem eine 77-Jährige verletzt wurde – der KURIER berichtete –, hat ein Unbekannter Samstagabend erneut zugeschlagen.  Und wieder  wurde in der Bezirkshauptstadt eine Pensionistin auf offener Straße überfallen – nicht wie zuvor von einem Duo, sondern von einem ebenso dreisten Einzeltäter. Darauf  weist allein der Tatort hin: Der Raubüberfall ereignete sich gegen 19.30 Uhr in der Hauptstraße fast  gegenüber der Polizeiinspektion.

Und auch sonst ging der Mann mit der gleichen Brutalität vor, die schon Anfang des Monats angewendet wurde: Weil es ihm nicht gelang,  der 72-Jährigen die Tasche zu entreißen, stieß er sie zu Boden. Die Oberpullendorferin erlitt bei dem Sturz Abschürfungen am rechten Ellbogen, der Kriminelle flüchtete mit dem Tascheninhalt – u.a rund 100 Euro Bargeld – zu Fuß Richtung Stadtzentrum. Wohl wegen des Schocks machte sich die Frau noch auf ihren rund 10-minütigen Heimweg, erst von zuhause aus  verständigte ihr Ehemann die Polizei. Eine sofort eingeleitete Fahndung verlief bisher ohne Ergebnis.

Parallelen

Klar scheint für die Polizei aber: "Aufgrund des gleichen  modus operandi gehen wir von ein und demselben Täter aus", schließt Chefinspektor Herbert Karlovits vom Bezirkspolizeikommando Oberpullendorf aus den Parallelen zum ersten Überfall. Dass immer eine ältere Dame das Ziel ist, sie von hinten überwältigt und niedergestoßen wird und der Täter mit seiner Beute zu Fuß flüchtet, deute für den Kriminalisten auf "eine Masche" hin. Mit dieser "versucht jemand, auf die mieseste Art zu Geld zu kommen", sagt Karlovits.
In beiden Fällen seien die Täterbeschreibungen ob der Überfälle im Dunkeln "äußerst vage". Das Opfer vom Samstag beschreibt den Mann als 175 bis 180 cm groß, von dünner Statur und dunkel gekleidet. (Hinweise an: 05 91 33 / 1220)