Psychische Probleme: Ermittlungen nach Bluttat im Burgenland beendet

Ein Polizeiauto rast zum Einsatzort.
Der bisher angenommene Hergang konnte bestätigt werden. Der mutmaßliche Täter soll psychische Probleme gehabt haben.

Die Ermittlungen nach einer Bluttat mit drei Toten vergangenen Samstag in Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See) sind beendet. Der bisher vermutete Ablauf wurde von der Staatsanwaltschaft Eisenstadt bestätigt: Ein 33-Jähriger soll seine Eltern erschlagen und dann Suizid verübt haben. Obduktionen wurden keine angeordnet, wie auch der ORF am Freitag berichtete. Das Motiv bleibe unklar. Eine Sprecherin teilte mit, dass der Sohn psychische Probleme hatte.

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Sprechen Sie mit anderen Menschen darüber. Hilfsangebote für Personen mit Suizidgedanken und deren Angehörige bietet das Suizidpräventionsportal des Gesundheitsministeriums. Unter www.suizid-praevention.gv.at finden sich Kontaktdaten von Hilfseinrichtungen in Österreich.

Der 33-Jährige hatte seinen Vater mit einer Schotterschaufel und seine Mutter mit einem Kochtopf erschlagen, bevor er mit einer Schreckschusswaffe Suizid beging. Ein Zeuge wählte um 8.37 Uhr den Notruf und gab an, einen Schuss gehört und anschließend einen Mann in einem Garten liegen gesehen zu haben.

Der 33-Jährige war beim Eintreffen der Polizei bereits tot. Die Beamten entdeckten den 67-jährigen Vater in einem Wirtschaftsgebäude, die 59-jährige Mutter in der Küche. Die beiden erlagen an Ort und Stelle ihren schweren Verletzungen. Die in Auftrag gegebene Spurenauswertung habe den bisher angenommenen Tathergang bestätigt und zum Ergebnis geführt, dass keine Obduktionen angeordnet werden, sagte Petra Bauer, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Eisenstadt.

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