Die Oper Aida stand heuer im R├Âmersteinbruch auf dem Programm, 2015 kommt Tosca

┬ę KURIER/Franz Gruber

Insolvenz
09/12/2014

Opernfestspiele: Sanierungsplan noch unklar

Mit mehr als sechs Millionen Euro sind die Opernfestspiele St. Margarethen insolvent.

von Georg Gesellmann

Klein haben die Opernfestspiele in St. Margarethen unter der Idee von Wolfgang Werner begonnen. 10.000 Besucher kamen im Jahre 1996. Dass irgendwann einmal mehr als 100.000 Besucher in den R├Âmersteinbruch wegen einer Opernauff├╝hrung kommen w├╝rden, damit hat eigentlich niemand gerechnet. Au├čer Veranstalter Wolfgang Werner. Und die Veranstaltungen im Steinbruch entwickelten sich zum Publikumsmagnet.

Klein beigeben muss nun Werner nach 18 Jahren. Er steckt mit seiner Firma Opernfestspiele St. Margarethen GesmbH. & Co KG in der Insolvenz. Es geht um mehr als sechs Millionen Euro. Wohin das verlorene Geld geflossen ist, das wei├č bis dato niemand. Der Bericht des Alpenl├Ąndischen Kreditverbandes (AKV) wird fr├╝hestens in drei Wochen vorliegen. Ein Sanierungsplan wird ausgearbeitet.

Was dabei herauskommt, h├Ąngt von den Forderungen der 98 Gl├Ąubiger (inklusive 15 Dienstnehmerforderungen) ab. In der gestrigen Tagsatzung kam es zu keinem Ergebnis, "da eine Vielzahl der angemeldeten Forderungen (insbesondere von ├Âffentlichen Stellen) sehr komplex und umfangreich sind und vom Insolvenzverwalter noch n├Ąher gepr├╝ft werden m├╝ssen", hei├čt es seitens des AKV. Es wird auch abzuwarten sein, ob der Sanierungsplan aufrecht erhalten bleibt. Daher sei eine Stellungnahme seitens des Insolvenzverwalters zum angebotenen Sanierungsplan derzeit "keinesfalls m├Âglich".

Ger├╝chtek├╝che

Wie so oft wird in derartigen F├Ąllen gemunkelt. Und es wird kr├Ąftig gemunkelt. Massiver ├ärger mit den Abgabenbeh├Ârden soll Werner zu schaffen gemacht haben. Die Gesellschaft sah sich einer laufenden, "nachgerade inquisitorischen ├ťberpr├╝fung" durch Finanzamt und Gebietskrankenkasse ausgesetzt, die hohe Abgaben- und Beitrags-Nachforderungen ausl├Âsten. Die Beitragsvorschreibungen wurden zwar rechtlich beeinsprucht, es mussten aber R├╝ckstellungen gebildet werden, "die die Kreditw├╝rdigkeit negativ beeinflussten" , hei├čt es im Insolvenzantrag. Auch die Lustbarkeitssteuer von zwei Jahren ÔÇô es geht um 500.000 Euro ÔÇô an die Gemeinde St. Margarethen sollen nicht abgegeben worden sein.

Opernauff├╝hrungen wird es weiterhin unter der Patronanz der neu gegr├╝ndeten Gesellschaft Arenaria im R├Âmersteinbruch geben. Wolfgang Werner ist mehr oder weniger weg von der B├╝hne. Er hat aber einen Consultingvertrag mit Arenaria.

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