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Probenstart im Steinbruch: Eine "Tosca mit Twist"

Die Neuinterpretation von Regisseur Strassberger setzt auf große Bilder, Emotionen - und eine unerwartete Wendung.
Eine Frau in opulentem roten Kostüm mit Schmuck steht zwischen zwei römischen Büsten, inspiriert von der Neuinszenierung der Oper "Tosca" im Steinbruch St. Margarethen.

Zusammenfassung

  • Proben für die Neuinszenierung von Puccinis "Tosca" im Steinbruch St. Margarethen haben begonnen, Premiere ist am 15. Juli.
  • Regisseur Thaddeus Strassberger verlegt die Handlung ins Rom der Napoleonischen Kriege und setzt auf ein kontrastreiches Bühnenbild mit weißen Kostümen.
  • Ein besonderer Twist: Tosca steigt am Ende als "Schutzengel" in den Himmel, musikalische Leitung übernimmt Valerio Galli, die Titelrolle wird alternierend besetzt.

Der Steinbruch in St. Margarethen im Burgenland ist für die diesjährige Opernproduktion "Tosca" zum historischen Rom geworden. Am Montag haben die Proben mit dem Ensemble begonnen, damit am 15. Juli die Premiere über die riesige Bühne gehen kann, und es wird eine "Tosca" "mit einem Twist", wie Regisseur und Bühnenbildner Thaddeus Strassberger beim Pressetermin ankündigte.

Bühnenbild der Oper Tosca im Steinbruch St. Margarethen mit Altar, Kunstwerken und Felsen.

Bühnenbild von "Tosca" 2026

Strassberger und Giuseppe Palella, verantwortlich für die Kostüme, arbeiteten im Steinbruch bereits 2021 bei "Turandot" und 2024 bei "Aida" zusammen. Die Neuinszenierung von "Tosca" verorten sie im Rom der Napoleonischen Kriege. Die Handlung spielt vor Schauplätzen wie der Basilika Sant"Andrea della Valle, dem Palazzo Farnese und der Engelsburg. Im Zentrum des Bühnenbildes stehen der Hauptaltar, ein Kerzenständer, das Heiligtum sowie ein Weihrauchfass.

"Ganz Rom" auf der Bühne

Das Bühnenbild soll das Wechselspiel zwischen Schönheit und Bedrohung widerspiegeln. Außerdem findet sich "ganz Rom" auf der Bühne: "Innen und außen wird gemischt", so Strassberger. Die weißen Kostüme sind als Kontrast zum ohnehin sehr aufgeregten Set zu sehen, erklärte Palella.

Eine Attacke mit Kanonenkugeln und großen Feuerwerksexplosionen gibt es gleich zum Einstieg. Wenn sich das Heiligtum - ein riesiger Aufbau - öffnet, sei draußen alles zerbombt und drinnen herrsche Schönheit und Reinheit, erläuterte Strassberger weiters. Für Toscas Sprung habe man sich einen Twist überlegt. So werde sie die Stufen hinauflaufen und nicht springen, sondern inmitten von Rauch und Licht in den Himmel steigen - als "Schutzengel".

Neuinterpretation nach 2015

Intendant Daniel Serafin zeigte sich beim Probenstart erfreut, dass nach 2015 nun eine Neuinterpretation des Werkes von Giacomo Puccini in der Oper im Steinbruch aufgeführt wird: "Der Steinbruch bietet die perfekte Kulisse für diese fesselnde Geschichte voller Emotionen und musikalischer Stärke."

Die musikalische Leitung übernimmt der italienische Dirigent Valerio Galli, der diese Funktion bereits bei "Carmen" 2023 innehatte. Teilnehmen wird auch das Kinderchorensemble der Gumpoldskirchner Spatzen, die erstmals den Kinderchor im Te Deum verkörpern werden. Die Titelrolle der zentralen Frauenfigur Tosca wird alternierend von Joyce El-Khoury, Celine Byrne und Melissa Purnell gesungen.

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