Die neue Führung der ÖVP Burgenland nach dem Rücktritt von Thomas Steiner

© Orovits Thomas

Chronik Burgenland
02/20/2020

Neustart der ÖVP Burgenland mit Sagartz, Fazekas und Ulram

Christian Sagartz wurde vom Parteivorstand einstimmig zum Nachfolger von ÖVP-Chef Thomas Steiner bestimmt.

von Michael Pekovics, Thomas Orovits

Christian Sagartz ist der neue Chef der ÖVP Burgenland. Der erst unlängst ins EU-Parlament gewechselte 39-jährige Pöttschinger übernimmt die Parteiführung von Thomas Steiner. Der hatte seinen Entschluss am Donnerstagvormittag seinen Parteikollegen via E-Mail mitgeteilt.

Steiner schrieb darin, er wolle sich auf seine Arbeit als Bürgermeister von Eisenstadt konzentrieren. Er bleibt zwar im Landtag, legt aber auch die Funktion des Klubobmanns zurück.

Steiner: "Rücktritt ist meine persönliche Entscheidung"

Am Donnerstagvormittag präzisierte er seinen Entschluss vor Medienvertretern: "Der Rücktritt als Parteichef ist meine persönliche Entscheidung gewesen."

Sein Nachfolger Sagartz umriss seinen politischen Ansatz in einem ersten Statement mit folgenden Worten: "Das Burgenland kann mehr und muss das Land der Talente werden."

Die heute offiziell verkündeten Rücktritte waren bereits gestern nach einem KURIER-Artikel bekannt geworden. Grund für den Rückzug von Steiner und Wolf ist das - trotz Zugewinnen - verhältnismäßig schlechte Abschneiden bei der Landtagswahl. Die ÖVP erreichte zwar 30,6 Prozent, verpasste aber das angepeilte Ziel, den Wiedereinzug in die Landesregierung.

 

Im Zuge der Präsentation von Sagartz wurde auch der Nachfolger des ebenfalls zurückgetretenen Landesgeschäftsführers Christoph Wolf vorgestellt. Patrick Fazekas wird den Hornsteiner Bürgermeister beerben. Neuer Klubobmann statt Steiner wird der Halbturner Bürgermeister Markus Ulram.

Damit stellt sich die ÖVP quasi komplett neu auf. Oberwarts Bürgermeister Georg Rosner beerbte ja nach der Landtagswahl den zweiten Landtagspräsidenten Rudolf Strommer.

Sagartz wird zum Brüssel-Pendler

Sagartz hat erst unlängst das EU-Mandat von Karoline Edtstadler erhalten. Seine neue Aufgabe als Landesparteichef wird er damit vereinen können, meint er: "Jetzt werde ich so wie viele andere Burgenländer Pendler sein." Die Flugzeit Wien-Brüssel betrage ja nur 1,5 Stunden.

Beim kommenden Landesparteitag wird sich Sagartz den Mitgliedern zur Wahl stellen.

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