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Urlaubs-Boom im Burgenland: Diese Unterkünfte sind gefragt

Die erste Hitzewelle des Sommers macht sichtbar, was die Statistik bestätigt: Der Neusiedler See ist das Zugpferd der Branche.
Windsurfer springt über eine Welle im Meer, umgeben von anderen Surfern.

In der ersten großen Hitzewelle des Sommers zeigt sich der burgenländische Tourismus vor allem im Nordburgenland von seiner besten Seite: Die Strandbäder am Neusiedler See füllen sich, die Parkplätze werden knapp, Campingplätze sind immer stärker ausgelastet. Für viele Gäste ist der Weg an den Neusiedler See kurz – sie kommen nämlich zum überwiegenden Teil aus Wien, Niederösterreich oder der Steiermark.

Es gilt: Der Sommer ist ein wesentlicher Teil des touristischen Erfolgs im östlichsten Bundesland. Die Jahreszeit hängt aber auch das größte Damoklesschwert über die Region: die Verdunstung des Wassers im Neusiedler See. An extrem heißen Tagen verschwindet so rund ein Zentimeter an Wasserhöhe. Der aktuelle Status des Steppensees? Zwischen stabil und der Jahreszeit angepasst: Seit Mitte April sind etwa 14 Zentimeter Wasser verdunstet, mit 115,33 Meter über Adria liegt der See noch 17 Zentimeter über dem niedrigsten bisher gemessenen Wert (seit Beginn der Aufzeichnungen 1965).

Wer am meisten profitiert

Zurück zum Tourismus. Die neue Statistik bestätigt die immense Bedeutung des Neusiedler Sees für die heimischen Betriebe. Auf die Region entfielen im Vorjahr 55,1 Prozent aller Übernachtungen im Land (1,8 Millionen, ein Plus von 3,6 Prozent im Vergleich zu 2024). Der Abstand zu allen anderen Regionen bleibt groß.

Die Region Oberwart kam auf 570.000 (minus 4,4 %). Das Mittelburgenland legte hingegen um 11,8 Prozent zu (370.970 Nächtigungen). Auch Güssing wuchs deutlich mit einem Plus von 6,5 Prozent. Die Region Rosalia verlor 2,5 Prozent (153.000), Jennersdorf (128.000) blieb nahezu stabil.

Sichtbar wird aber eine ungleiche Entwicklung auf Gemeindeebene. Bad Tatzmannsdorf bleibt zwar mit knapp 500.000 Nächtigungen die stärkste Tourismusgemeinde des Landes, verzeichnete aber ein Minus von 4,8 Prozent. Der Rückgang ist allerdings nicht allein als Nachfrageschwäche zu lesen.

Im Therapiezentrum Rosalienhof lief von April 2025 bis März 2026 die Generalsanierung von 126 Patientenzimmern. Die eingeschränkte Kapazität wirkte sich entsprechend auf die Nächtigungszahlen aus. Podersdorf am See kam auf 421.352 Nächtigungen und legte um 3,5 Prozent zu. Lutzmannsburg wuchs mit 302.700 Nächtigungen um elf Prozent und rückte näher an die Spitze heran.

Hinter dem Rekord steckt kein gleichmäßiger Boom, sondern eine bemerkbare Verschiebung innerhalb des Landes. Besonders stark wuchsen Campingplätze. Sie kamen 2025 auf 561.498 Nächtigungen, um zwölf Prozent mehr als im Jahr davor. Ferienwohnungen und Ferienhäuser legten um 6,2 Prozent auf 254.532 Nächtigungen zu. Auch die 5- und 4-Sterne-Betriebe blieben mit 1.381.094 Nächtigungen im Plus.

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