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Neusiedler „Klimaschutz–Fiasko“? Grüne Kritik am Stadtgrün

Kleinpartei beklagt zerstörte Pflanzen aufgrund „unzureichender Kompetenz“. Die Stadtgemeinde weist die Kritik zurück.
Kleines rundes Steingartenbeet mit Sandfläche und Baumstümpfen im Park.

Schon seit Jahren stellt die Stadtgemeinde Neusiedl am See schrittweise ihre Grünflächen und Blumenbeete auf den sogenannten „New Pannonian Style“ um. Das bedeutet: Anstelle von Rasen und Blumen, die viel Wasser benötigen, werden hitze- und trockenheitsresistente Pflanzen gesetzt.

Die Grünen werfen der Stadtregierung nun vor, die klimaangepassten Beete zu vernachlässigen – oder gar mutwillig zu zerstören. Von den seit 2015 angelegten rund 80 Beeten sei bereits die Hälfte „verfallen oder unwiederbringlich verloren“, heißt es in einer Aussendung. Zudem seien Pflanzen im Wert von mehr als 55.000 Euro sowie viele Stunden ehrenamtlicher Arbeit zunichte gemacht worden.

„Absoluter Skandal“

Der grüne Gemeinderat Rainer Fussenegger spricht von einem „absoluten Skandal“ und kritisiert, dass ein „Geschenk an die Stadt und an die Umwelt derart leichtfertig vernichtet wird“. Er fordert von Bürgermeisterin und Bauhofleitung, „eine fachgerechte Pflege“ sicherzustellen. Zugleich signalisiert er Gesprächsbereitschaft: „Wir sind gerne bereit, uns gemeinsam mit der Stadtgemeinde an einen Tisch zu setzen, um nachhaltige Lösungen für die Zukunft zu finden.“

Blumenbeet mit jungen Bäumen, Sitzbänken und einem Weg in einem sonnigen Park.

Foto der Stadtgemeinde: „Bauhofmitarbeiter leisten tagtäglich hervorragende Arbeit.“  

Um ihren Standpunkt zu verdeutlichen, fügten die Grünen ihrer Aussendung einige Bilder von eher desolat wirkenden Beeten an. Die Stadtgemeinde reagierte am Dienstag ihrerseits mit Fotos von grüneren Beeten (siehe oben) und mit einer Gegendarstellung.

Bürgermeisterin Elisabeth Böhm (SPÖ) lässt die Vorwürfe der Grünen nicht gelten: „Unsere Mitarbeiter des Bauhofs wurden speziell für die Pflege dieser Pflanzungen geschult und bilden sich laufend weiter, um die fachgerechte Betreuung und Weiterentwicklung der klimaangepassten Grünflächen sicherzustellen. Wie jedes Jahr wurden die Beete im Frühjahr gereinigt und werden laufend gepflegt. Kein Beet wurde zerstört. An einigen Stellen haben Wühlmäuse Schäden angerichtet, die sachgemäß beseitigt wurden.“

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