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Chronik Burgenland
05/31/2021

Neun Hunde im Kofferraum: Illegaler Transport in Nickelsdorf gestoppt

Die Verkehrsabteilung hat bei einer Schwerpunktaktion zudem etliche Fahrzeuge wegen schwerer Mängel aus dem Verkehr gezogen.

Für einen Kastenwagen mit neun Hunden im Kofferraum war im Zuge von Schwerpunktkontrollen auf der Ostautobahn (A4) am Wochenende beim Grenzübergang Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See) Endstation. Die Hunde waren im Laderaum in ungesicherten, zu kleinen Hundeboxen transportiert worden. Der Kastenwagen sei für einen Langstreckentransport nicht geeignet gewesen, berichtete die Landespolizeidirektion Burgenland am Montag.

Ziel waren nach Angaben von Lenker und Beifahrer die Niederlande, wo die Tiere an private Abnehmer verkauft werden sollten, hieß es vom Finanzministerium. Die Hunde sollten nonstop von der Ukraine bis nach Amsterdam transportiert werden. Sie wurden  beschlagnahmt und vorerst in das Tierschutzhaus Sonnenhof nach Eisenstadt gebracht.

Nach drei Monaten Quarantäne im AGES-Institut für veterinärmedizinische Untersuchungen in Mödling werde die Zollstelle Flughafen Wien in Zusammenarbeit mit einem Amtstierarzt private Plätze für die Tiere suchen.

Keine Papiere

Der Fahrer und sein Beifahrer konnten nicht nachweisen, dass ihnen die Hunde gehören. Die Amtstierärztin untersuchte die Tiere und stellte mehrere Übertretungen, wie etwa fehlende Transportpapiere, fest. Die beiden Männer wurden angezeigt.

An der Amtshandlung waren sowohl Polizei, als auch Zoll und Assistenzsoldaten des Bundesheeres beteiligt.

29 Kennzeichen abgenommen

Beamte der Landesverkehrsabteilung Burgenland haben am vergangenen Wochenende gemeinsam mit Technikern der Asfinag und dem Amt der Burgenländischen Landesregierung insgesamt 87 Lkw und Kleintransporter kontrolliert.

"Es sind vor allem Fahrzeuge aus dem osteuropäischen Raum, bei denen offensichtlich die Wartung der Fahrzeuge derzeit vernachlässigt wird", sagt der Leiter der Landesverkehrsabteilung Burgenland, Oberst Andreas Stipsits zum KURIER.

Auch für einen weissrussischen Lenker eines lettischen Pkw-Transporters, der von Ungarn nach Deutschland unterwegs war, endete die Fahrt in Nickelsdorf wegen gefährlicher technischer Mängel: Sowohl Lkw als auch der Anhänger hatten defekte Bremsen.

Lenk- und Ruhezeiten oft nicht eingehalten

Auch die vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten würden, vor allem bei Reisebussen aus dem Ausland, oft nicht eingehalten. An dem Wochenende wurden bei der technischen Kontrolle 188 Mängel  festgestellt, 29 Kennzeichen mussten wegen mangelnder Verkehrs- und Betriebssicherheit abgenommen werden, den Lenkern wurde die Weiterfahrt untersagt.

Nach der Schwerpunktaktion werden 223 Anzeigen an die zuständige Bezirkshauptmannschaft erstattet.

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