Gratis-Bojen für Badegäste am Neufelder See
Mit dem kostenlosen Verleih will die Gemeinde die Sicherheit beim Baden erhöhen und im Burgenland eine Vorreiterrolle einnehmen.
Mitten in der Badesaison wurde am Neufelder See die erste kostenlose Bojen-Verleih-Station des Burgenlandes eröffnet. Ab sofort können Badegäste zehn Schwimmbojen kostenlos ausleihen. Die Initiative wurde von Bürgermeister Michael Lampel gemeinsam mit der Präventionsinstitution KFV vorgestellt.
Die Bojen erhöhen die Sichtbarkeit der Schwimmerinnen und Schwimmer im Wasser. Außerdem verfügen sie über ein wasserdichtes Staufach, in dem kleinere Wertgegenstände während des Schwimmens trocken aufbewahrt werden können. Die Schwimmbojen wurden vom KFV zur Verfügung gestellt.
Michael Lampel verwies darauf, dass der Neufelder See an manchen Stellen mehr als 20 Meter tief ist. Mit dem kostenlosen Verleih wolle die Gemeinde die Sicherheit beim Baden erhöhen und im Burgenland eine Vorreiterrolle einnehmen.
So funktioniert das Ausborgen
- Die Boje wird an der Verleihstation entnommen,
- bei Bedarf mit Wertgegenständen befüllt,
- mittels Hüftgurt getragen und
- nach dem Schwimmen wieder zurückgehängt.
Sabine Kaulich vom KFV betonte, dass eine Schwimmboje vor allem dann sinnvoll sei, wenn sich geübte Schwimmerinnen und Schwimmer weiter vom Ufer entfernten. Im Fall von Ermüdung oder einer Notsituation könne man sich an der Boje festhalten, Hilfe rufen und auf deren Eintreffen warten. Gleichzeitig wies sie darauf hin, dass Schwimmbojen keine Schwimmhilfen seien und ausschließlich als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme für geübte Schwimmerinnen und Schwimmer dienten.
Die Projektidee stammt von der Schweizer Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) und wurde bereits an Schweizer Seen und Flüssen umgesetzt. Vor kurzem wurde das Projekt erstmals nach Österreich gebracht und in weiteren Bundesländern realisiert. Mit der neuen Verleihstation ist das Angebot nun auch im Burgenland verfügbar.
Wie eine Auswertung der Todesursachenstatistik durch das KFV zeigt, sind im Burgenland zwischen 2020 und 2024 insgesamt vier Menschen ertrunken. Österreichweit gab es heuer laut KFV-Medienbeobachtungen bis 12. Juli 2026 bereits mindestens 27 Ertrunkene. Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit im und am Wasser leisten nach Angaben des KFV einen wichtigen Beitrag zur Unfallprävention.
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