"Neue Eisenstädter": Verträge zur Übernahme durchs Land unterschrieben
Am Tag vor Weihnachten wurde der Deal zur Übernahme der Wohnbaugesellschaft "Neue Eisenstädter" (Nebau) durchs Land verkündet, jetzt sind auch die Verträge unterschrieben.
Das Land und die früheren Eigentümer - Raiffeisenlandesbank, Erste Bank und Stadt Eisenstadt - haben den Sack am Donnerstag zugemacht. Das teilte LH Hans Peter Doskozil (SPÖ) am Freitag per Aussendung mit.
Das Land übernimmt 70 Prozent der Anteile an der Gesellschaft, die rund 5.000 Wohnungen mit etwa 10.000 Mieterinnen und Mietern verwaltet. Der Kaufpreis beträgt sieben Millionen Euro.
Die bisherigen Mehrheitseigentümer, Raiffeisen und Erste, bleiben ebenso an Bord wie die Landeshauptstadt. Ziel, so Doskozil, sei eine "neue Wohnbauoffensive im Burgenland zu starten sowie stabile Mieten bei den Bestandsobjekten in den Mittelpunkt zu stellen".
Für ihn gelte dabei eine Richtschnur von 10 Euro pro Quadratmeter, so der Landeshauptmann.
In den kommenden Wochen seien noch formale Schritte nötig, die mit der Eintragung im Firmenbuch ihren Abschluss fänden. Danach werde die operative Arbeit in der neuen Gesellschafter-Konstellation aufgenommen.
Er sei der Raiffeisenlandesbank, der Erste Bank und der Stadt Eisenstadt "dankbar für die konstruktive und lösungsorientierte Haltung", so Doskozil.
Das hatte vor drei Monaten noch ganz anders geklungen: Da hegte Doskozil den Verdacht, die Banken würden über die Zinsen "Geld aus den gemeinnützigen Wohnbauträgern rausziehen“. Früher hatte er gemeint: "Besonders skeptisch bin ich, wenn zwei Banken Eigentümer einer gemeinnützigen Genossenschaft sind“.
Seit der Vorwoche läuft zudem ein von der SPÖ verlangter U-Ausschuss zur Nebau.
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