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Chronik Burgenland
12/05/2011

Museumsluft gratis schnuppern

Fast 40 Häuser von Nord bis Süd können kulturinteressierte Ausflügler am Nationalfeiertag bei freiem Eintritt besuchen.

von Tamara Gmaschich

Kein Ende ohne großes Finale: Die meisten burgenländischen Museen beschließen traditionell am Nationalfeiertag ihre Saison, ebenso Tradition ist am 26. Oktober auch der Tag der offenen Museen. Auf den letzten Drücker können also Kulturinteressierte bei freiem Eintritt fast 40 Institutionen von Nord bis Süd auskundschaften. Einige Stationen dieser achten "Gratis-Kul-Tour":

Im Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel bzw. im Informationszentrum in Illmitz tauchen Besucher im Zuge einer neuen Ausstellung in die geheimnisvolle Unterwasserwelt des Naturparks ab, eine Exkursion startet um 13 Uhr (Anmeldung: Tel.: 02175/3442). Zurück in die Vergangenheit geht es im Museum Jois anlässlich des 800-jährigen Bestehens der Gemeinde und des 90. Jubiläums des Burgenlandes. In Eisenstadt hat Franz Liszt gleich unter fünf Dächern das Zepter fest in der Hand, etwa im Landesmuseum (Führungen: 10, 12 und 15 Uhr), im Haydn Haus (Führungen: 11, 14, und 15 Uhr, Kinder um 10 Uhr) oder im Diözesanmuseum. Freilich auch im Liszt-Haus in Raiding, wo der Virtuose vor 200 Jahren geboren wurde.

Auf den Spuren der Schriftstellerin Mida Huber (1880 bis 1974) kann man in ihrem einstigen Wohnhaus in Landsee wandeln. Auf Burg Lockenhaus führt die Zeitreise noch weiter zurück, Stationen für Freizeit-Ritter sind eine Waffensammlung, die Folterkammer oder die aktuelle Ausstellung "Der Tempelorden". Unter Tage führt ein Besuch im Bergbaumuseum Goberling, wo man sich dem Halbmetall Antimon, Berufskrankheiten der Arbeiter von dazumal und der Geologie widmet.

Wie Fäden zu Stoff verwoben werden, kann man im Stadt- und Tuchmachermuseum Pinkafeld am Handwebstuhl und am mechanischen Webstuhl sowie bei einer Filmvorführung um 14 Uhr verfolgen. Und auch dort knüpft eine Sonderausstellung an das Landes-Jubiläum an und zeichnet den Weg "Von Pinkafö nach Pinkafeld" samt Diavortrag um 16 Uhr nach.

Apropos Uhr: Turmuhren und wohlgemerkt Bratenwender - die Exponate stammen aus fünf Jahrhunderten - wollen in der Uhrenstube Aschau begutachtet werden, den Weg vom Korn zum Brot kann man in der Wallner-Mühle Markt Neuhodis verfolgen, etwa bei Führungen im Stundentakt. Im Steinmuseum Csaterberg in Kohfidisch gibt es verschiedenste Opale, Jaspis sowie tierische Versteinerungen zu sehen. Überaus lebendig wird burgenländische Geschichte auf dem fünf Kilometer langen Grenzerfahrungsweg in Bildein dargestellt.

Mi., 26. Okt., 10 bis 17 Uhr, Eintritt frei