Und: Es gibt keinen Raum im ganzen Haus, in dem Elvis Aaron Presley nicht in irgendeiner Form präsent ist. An fast allen Wänden hängen Elvis-Bilder, Briefe, Schallplatten. Selbst am stillen Örtchen verkündet ein Bild Elvis‘ Motto: „T.C.B. – Taking Care of Business“ („Sich ums Geschäft kümmern“).
Das Radio im Hause Mauser ist immer auf den gleichen Sender eingestellt: Das dänische „Always Elvis Radio“. „Nein, das wird nicht fad“, versichert Susanne Mauser lächelnd. „Ich bin Elvis-Fan seit ich denken kann. Das erste Lied, an das ich mich erinnern kann, ist ‚Kiss me quick‘. Ich habe auch schon immer alles gesammelt, was ich von Elvis finden konnte.“
Verständlich, dass für die damals zwölfjährige Susanne im August 1977 eine Welt zusammenbrach, als sie die Nachricht vom Tod ihres Idols erreichte. „Ich habe wochenlang nur Schwarz getragen, bis mich alle nur noch ausgelacht haben“.
Elvis live zu erleben, war Susanne Mauser nicht vergönnt. Dafür hat sie Priscilla Presley schon persönlich getroffen: „Das war 2016 in Graceland, da hat sie sich ganz normal unter den Leuten bewegt. Sie ist eine sehr zierliche Frau, sie ist sehr nett und aufgeschlossen.“
„Ich bau dir Graceland“
Doch wie kam es dazu, dass Susanne Mauser jetzt, in ihren 50ern, in einem Ebenbild des Hauses von Elvis lebt? „Wir haben uns lange nach einem Haus umgeschaut, aber nichts Passendes gefunden. Bis mein Mann gesagt hat: Weißt du was? Ich bau dir Graceland“. Detailfotos vom Original, die Susanne Mauser auf ihren mittlerweile mehr als 20 Reisen nach Memphis aufgenommen hat, dienten den Architekten und Handwerkern als Vorlage für die burgenländische Version von Graceland.
Seit seiner Fertigstellung macht das Haus in der Grenzgasse dem Neusiedler See als beliebtestes Fotomotiv der Region Konkurrenz. Die Begegnungen mit Elvis-Fans seien eigentlich immer positiv, sagt Mauser. Nur einmal habe sie bei einer aufdringlichen Dame einen schärferen Ton anschlagen müssen: „Sie wollte unbedingt reinkommen und ist dann richtig grantig geworden. Es war schwierig, ihr zu erklären, dass das ein Privathaus und kein Museum ist.“
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