Kultur mit einzigartigem Klang und Konzept zum 20. Jubiläum
Das Liszt Zentrum Raiding setzt im 20. Jahr auf bewährte Akustik, internationale Künstler und neue Formate.
Wer das Liszt Zentrum Raiding besucht, merkt rasch: Hier steht nicht nur ein Konzertsaal. Direkt neben dem historischen Liszt-Geburtshaus bildet das Konzerthaus gemeinsam mit dem Museum einen zusammenhängenden Kulturstandort. Bereits seit den Anfängen sind beide Einrichtungen organisatorisch vereint – Konzertbetrieb, Ausstellung und Vermittlung greifen ineinander.
Im Vorjahr wurde das Liszt Museum neu eröffnet. Drei Bereiche auf 250 Quadratmetern zeigen rund 150 Exponate. Insgesamt 6,1 Millionen Euro flossen in Museum und Zubau.
Bester Ton im Land
In diesem Schmuckstück des Mittelburgenlandes wurde am Montag die Konzertsaison zum 20. Jubiläum präsentiert. Am Geburtsort von Franz Liszt treten renommierte Stars, Orchester und Ensembles auf. Das Programm reicht von Klavierabenden über große Orchesterkonzerte bis hin zu genreübergreifenden Projekten. Die neue Veranstaltungsreihe „Treffpunkt Liszt Salon“ startet im Oktober und umfasst Klavierkonzerte am historischen Liszt-Flügel sowie Vorträge im Museum.
Das Liszt Zentrum Raiding feiert 20 Jahre, investierte 6,1 Millionen Euro ins Museum und startet mit Liszt Festival und „Treffpunkt Liszt Salon“.
Warum sich die Musik im Liszt Zentrum besonders gut anhört? Die Akustik hat sich durch zahlreiche Tonaufnahmen bewährt, das Haus gilt als gefragter Ort für professionelle CD-Produktionen. Rund 580 Personen finden Platz, die Bühne misst 13,5 Meter in der Breite und fünf Meter in der Tiefe, mittels mobiler Elemente kann sie um einen Meter erweitert werden.
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil bezeichnete das Liszt Zentrum als eines der „wohl aufregendsten Kulturprojekte im Land“, es genieße „weltweites Ansehen und große Wertschätzung“.
In Raiding bilden Konzertsaal und Museum einen gemeinsamen Kulturstandort – zum 20-Jahr-Jubiläum mit neuer Saison.
Die Intendanten Eduard und Johannes Kutrowatz betonen die Weiterentwicklung des Standorts: „Auch nach 20 Jahren ist Raiding kein abgeschlossenes Kapitel, sondern ein lebendiger Prozess. In Liszts Sinne verstehen wir Kunst als Bewegung, als ständige Erneuerung. Raiding ist und bleibt ein Ort, an dem Musik Zukunft hat und dies spiegelt sich in der Programmierung der Saison 2026/27 zur Gänze wider.“
Spannend sind die Themen des Liszt Festivals als Höhepunkt des Jubiläumsjahres: Einerseits geht es um das ambivalente Verhältnis von Franz Liszt und Richard Wagner, andererseits fließt der 70. Gedenktag des Ungarischen Volksaufstandes in die Programmgestaltung ein.
Kommentare