500 Betten könnten im Spital Eisenstadt 2015 bereit stehenSpital

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Eisenstadt
12/16/2014

Krankenhaus im Disput mit Land

Schwierige Budgetverhandlungen rund um Eröffnung einer neuen Neurologie-Abteilung

von Georg Gesellmann

Laut ersten Informationen soll es Schwierigkeiten im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt geben. Und nicht nur wegen dem neuen Ärztearbeitszeitgesetz, sondern auch wegen der geplanten Eröffnung der Neurologie-Abteilung. Zu den notwendigen Betten fehlen die erforderlichen Dienstposten, hört man. „Sie haben die Abteilung gebaut, aber haben kein Personal für die geplanten Betten“, so ein Arzt. Und: Es geht ums Geld.

„Derzeit gibt es Budgetverhandlungen, die noch nicht abgeschlossen sind“, sagt dazu Gerlinde Stern-Pauer, Büroleiterin von Soziallandesrat Peter Rezar. Mit weniger Geld müssen die Barmherzigen Brüder in jedem Fall rechnen, was aber mit der Neurologie-Abteilung nichts zu tun haben dürfte: „Die Barmherzigen Brüder haben eine überschäumende, sehr hohe Vorstellung. Sie kriegen nicht soviel wie sie haben wollen“, das sei Faktum, erklärt Stern-Pauer. Ob es zu den geplanten 47 Betten auf der Neuro-Station kommen wird, hänge von den Verhandlungen ab. „Es ist möglich, dass es weniger werden oder sie ziehen von anderen Abteilungen Betten ab bzw. optimieren wie das die KRAGES in den letzten Jahren gemacht hat.“

Stern-Pauer könne dennoch „mit Sicherheit“ sagen, dass im zweiten Quartal des nächsten Jahres die Neurologie im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Betrieb gehen wird. „In dem Ausmaß wie es benötigt wird“, fügt sie hinzu.

Das Problem mit der Finanzierung des Krankenhauses in Eisenstadt seitens des Landes dürfte weit tiefer liegen. „Wir haben das Budget eingereicht auf die ursprüngliche Planung, darüber gibt es noch kein Ergebnis“, sagt Spitalsleiter Robert Maurer. Und: „Es wäre schön, wenn wir uns vor Weihnachten einigen könnten.“

500 statt 377 Betten

Wie viel Geld das Krankenhaus benötigt oder gerne bekommen möchte, dazu wollten weder Maurer noch Stern-Pauer etwas sagen. Maurer: „Wenn ich 120 Betten nächsten Jahres mehr haben soll, hab’ ich auch einen entsprechenden Personalantrag, der Geld kostet.“

Derzeit hat das Krankenhaus 377 Betten. Nach dem Regionalem Strukturplan sollen es 500 Betten im nächsten Jahr werden. Ob das funktioniert ist eine andere Frage. Für den Spitalserhalter sei es „gefährlich“, wenn Betten reduziert werden. Wenn man sich mit der Politik nicht einige, könnte das der Fall sein.

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