baustelle in eisenstadt, altes werbestudie

© GEORG GESELLMANN/georg gesellmann

Arbeitsklima
03/17/2013

Jeder zehnte Arbeiter kann von seinem Einkommen nicht leben

Im Schnitt fühlen sich Beschäftigte im Burgenland wohl. Es gibt aber Ausnahmen.

von Georg Gesellmann

Es war wieder soweit. Bereits zum fünften Mal präsentierte Georg Michenthaler vom ifes-Institut den Arbeitsklima-Index, der zum einen das Wohlbefinden der burgenländischen Arbeitnehmer an ihrem Arbeitsplatz beschreibt und zum anderen von der Arbeiterkammer-Burgenland in Auftrag gegeben wurde. Und es zeigt sich, dass sich die Beschäftigten im Schnitt in ihrer beruflichen Tätigkeit subjektiv wohler fühlen gegenüber dem Vorjahr. Umgekehrt steigt aber die Sorge über die generelle Wirtschaftsentwicklung und die eigenen Arbeitsmarktchancen massiv an. 590 Arbeitnehmer wurden befragt.

„Die Zufriedenheit mit dem Leben insgesamt, mit der beruflichen Tätigkeit an sich oder mit der Zeiteinteilung ist im Burgenland zum Teil erheblich höher als in Gesamtösterreich“, sagt Michenthaler. Geht es um die wirtschaftliche Zukunft und das Image des Betriebes, um Führungsstil und Sozialleistungen, liege auch hier der Wert höher als im österreichweit.

Pessimistisch

Bei den „Erwartungen“ sowie im Teilindex „Gesellschaft“ würden die Burgenländer unter dem Österreichschnitt liegen, oder haben sich sogar weiter verschlechtert. „Der Pessimismus der burgenländischen Arbeitnehmer hinsichtlich der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung hat deutlich zugenommen.“ Besonders negativ falle auch die Einschätzung der subjektiven Arbeitsmarktchancen aus.

Die Einkommenszufriedenheit im Burgenland sei zwar stabil. „Doch gerade beim Einkommen driftet die Zufriedenheit deutlich auseinander“, meint der Projektleiter. Während bei den qualifizierten Angestellten 56 Prozent der Befragten angeben, ihr Einkommen reiche vollkommen aus, gilt bei drei von fünf Arbeitern und einfachen Angestellten, dass das Einkommen gerade noch reiche. Doch jeder zehnte Arbeiter sowie beinahe jeder fünfte einfache Angestellte könne von seinem Einkommen nicht leben, meinen die Befragten. „Genau denen gilt unser Hauptaugenmerk“, sagt AK-Präsident Alfred Schreiner.

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