Jeder dritte Betrieb ist nur eine Person
Nach aktuellen Analysen der Wirtschaftskammer gibt es einen starken Anstieg der Ein-Personen-Unternehmen.
Zusammenfassung
- Ein-Personen-Unternehmen (EPU) machen im Burgenland 65,1 Prozent aller Betriebe aus, mit starkem Zuwachs und hohem Frauenanteil (58,7 Prozent).
- EPU sind vor allem in Gewerbe, Handel sowie Information und Consulting vertreten und schätzen Unabhängigkeit, Selbstverwirklichung und flexible Arbeitszeiten.
- Die Wirtschaftskammer sieht EPU als Schlüsselfaktor der Wirtschaft und fordert weitere Entlastungen sowie Bürokratieabbau.
Ein-Personen-Unternehmen (EPU) gewinnen im Burgenland weiter an Bedeutung. Laut aktueller Statistik der Wirtschaftskammer gab es mit Ende 2025 14.206 EPU im Land – um 436 mehr als im Jahr davor. Damit werden bereits 65,1 Prozent aller Unternehmen im Land als Ein-Personen-Unternehmen geführt, ein neuer Höchststand.
Gewerbe und Handel am stärksten
Besonders stark vertreten sind Ein-Personen-Unternehmen in den Bereichen Gewerbe und Handwerk (58,1 Prozent), Handel (20,2 Prozent) sowie Information und Consulting (13,4 Prozent). Auffällig ist der hohe Frauenanteil : 58,7 Prozent der burgenländischen EPU werden von Frauen geführt. Regional gibt es die meisten in den Bezirken Neusiedl, Eisenstadt und Umgebung sowie Oberwart.
Laut dem aktuellen EPU-Monitoringbericht nennen viele Unternehmer vor allem Unabhängigkeit, Selbstverwirklichung und flexible Zeiteinteilung als wichtigste Gründe für die Selbstständigkeit. Auch die Umsetzung eigener Ideen und das Erkennen von Marktchancen gewinnen an Bedeutung.
„Schlüsselfaktor“
Wirtschaftskammerpräsident Andreas Wirth bezeichnete EPU als „Schlüsselfaktor der Wirtschaft“. Sie würden Regionen und Branchen beleben und stünden für unternehmerische Dynamik. Landessprecherin Daniela Jagschitz bezeichnete Ein-Personen-Unternehmen als „hoch qualifizierte Allrounder“.
Die Wirtschaftskammer verweist auf umgesetzte Entlastungen wie die Aktivpension oder die Anhebung der Kleinunternehmergrenze. Gleichzeitig fordert sie Maßnahmen zum Bürokratieabbau sowie steuerliche Erleichterungen, um Investitionen zu erleichtern.
Die Wirtschaftskammer verweist auf umgesetzte Entlastungen wie die Aktivpension oder die Anhebung der Kleinunternehmergrenze. Gleichzeitig fordert sie Maßnahmen zum Bürokratieabbau sowie steuerliche Erleichterungen, um Investitionen zu erleichtern.
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