Im Sommer geht die neue Stromtrasse ans Netz

Neubau der 110-kV-Leitung kommt mit deutlich weniger Masten aus.
Neubau der 110 kV Leitung zwischen Steinbrunn und Au am Leithaberge

Angeliefert wurden bereits alle 64 Stahlrohrmasten für den Neubau der 110-kV-Leitung übers Leithagebirge, rund zwei Drittel der grünen Strommasten stehen schon. Nördlich von Eisenstadt werden da und dort gerade die Leiterseile aufgezogen.

Wie berichtet, wird die seit 1956 bestehende Freileitung der Netz Niederösterreich, die zwischen den Umspannwerken Wiener Neustadt und Wasenbruck verläuft, auf dem 18 Kilometer langen Abschnitt von Steinbrunn im Bezirk Eisenstadt Umgebung bis Au am Leithaberge in NÖ rundum erneuert. 82 schon sehr angegraute Betonmasten werden durch 64 Stahlrohrmasten ersetzt. Kosten der Erneuerung: 17 Millionen Euro.

„Mit dem Ausbau von Windkraft, Photovoltaik, Elektromobilität und Wärmepumpen deckt die neue Leitung auch die stark steigenden Anforderungen ab“, erklärt Markus Marady, Projektleiter der Netz NÖ.

Die neue Leitung verläuft zum Teil auch auf einer neuen und kürzeren Trasse, die bei Au, Stotzing, Eisenstadt und Müllendorf größeren Abstand zum Wohngebiet hält. Die neue Trasse liege zu einem großen Teil auf einer bestehenden Bewirtschaftungsschneise der Esterhazy Forstbetriebe, wird betont. Diese bestehende Schneise sei „lediglich verbreitert“ worden, sagt Marady.

Im Bereich des bei Ausflüglern beliebten Aussichtsturms „Jubiläumswarte“ wurden die Wirtschaftsschlägerungen zur Holzgewinnung eigens auf die neue Trasse konzentriert. Vor Aufstellung der Masten waren also keine zusätzlichen Schlägerungen mehr notwendig.

Demontage der Betonmasten

Diese und kommende Woche erfolgen die Seilmontagen von Stotzing bis Au sowie von Großhöflein bis Müllendorf. Die Demontage der bestehenden Leiterseile im Raum Müllendorf, insbesondere im Bereich des Siedlungsgebiets, ist unmittelbar nach Ostern vorgesehen.

„Im Anschluss daran beginnt der Rückbau der alten Betonmasten“, sagt Netz-NÖ-Sprecher Michael Kovarik. Diese Arbeiten sollen bis Ende Juni abgeschlossen sein. Parallel werden landwirtschaftliche Flächen nach dem Rückbau der Zufahrtswege rekultiviert. In den Waldabschnitten erfolge die geplante Wiederaufforstung im Herbst. Auch waldökologische Begleitmaßnahmen – darunter neue oder verbesserte Wasserstellen, Beiträge zum Biotopverbund, Totholzmaßnahmen und der Schutz wertvoller Altbäume – würden kontinuierlich umgesetzt, so Kovarik.

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