Hipp-Erpressung: U-Haft für Verdächtigen erneut verlängert
Der Verdächtige im Fall des Erpressungsversuchs gegen den deutschen Babykosthersteller Hipp bleibt bis 14. September in Untersuchungshaft. Diese wurde am Montag wegen Flucht- und Tatbegehungsgefahr verlängert.
Eigentlich hätte das Landesgericht Eisenstadt mit der Verlängerung noch bis 17. August Zeit gehabt. Verhandelt wurde aber schon jetzt, weil der Verteidiger des 39-Jährigen einen Enthaftungsantrag gestellt hatte, teilte ein Sprecher am Dienstag auf APA-Anfrage mit.
Es bestehe weiterhin ein dringender Tatverdacht wegen Erpressung, schwerer Körperverletzung und Urkundenfälschung. Der ehemalige Hipp-Mitarbeiter war am 2. Mai im Bundesland Salzburg festgenommen worden.
Zweites Glas mit Rattengift bisher nicht gefunden
Er soll jeweils zwei Hipp-Gläser in Österreich, Tschechien und der Slowakei mit Rattengift manipuliert haben, wobei das zweite Glas, das in einer Spar-Filiale in Eisenstadt verkauft worden sein soll, bisher nicht gefunden wurde.
In dem im Burgenland sichergestellten Glas waren 15 Mikrogramm Rattengift enthalten. Ein Gutachten ergab, dass die Dosis beim Verzehr nicht lebensgefährlich gewesen wäre, aber gesundheitliche Folgen gehabt hätte.
An der Wohnadresse des Verdächtigen wurde Rattengift sichergestellt, das laut Staatsanwaltschaft in Konzentration und Verhältnis mit jenem vergleichbar ist, das im sichergestellten Glas gefunden wurde.
Ein Beweis, dass es sich um dasselbe Gift handle, sei das jedoch nicht, hieß es. Der gebürtige Slowake bestreitet, mit der Tat etwas zu tun zu haben. Lediglich die Urkundenfälschung - gefälschte Gehaltszettel für einen Kredit - gibt er zu.
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