"Heiße Zeiten" in Burgenlands Kulturzentren

Die Kupsch räumt den Laden auf: Marc Camolettis Boulevardstück "Die Perle Anna" fegt durchs Mattersburger Haus.

Mit "Boeing-Boeing" legte Marc Camoletti 1960 einen Steilflug über Bühnen in aller Welt hin. Abheben konnte der französische Autor für Boulevardtheater, der 2003 verstarb, aber schon Jahre zuvor mit seinem Erstlingswerk "Die Perle Anna".

Das Schmuckstück von Haushälterin ist geschäftstüchtig wie gewitzt, eher katholisch und dem Calvados zugetan. Als die Eheleute, bei denen sie arbeitet, einen Kurzurlaub ankündigen und Anna so eine Reise zu ihrem kranken Vater winkt, trifft sie eine pragmatische Entscheidung: Die Haushälterin möchte lieber "ihre" sturmfreie Bude genießen und nebenbei allfälliges Reisegeld sparen.

Die Theorie gestaltet sich in der Praxis aber anders, ein furchtsamer Boxer ist nur einer von vielen Menschen, die das Haus ohne Hausherren wieder beleben. Das humorvolle Durcheinander weiß "Die Perle Anna" aber mit viel Witz und Einfallsreichtum zu schlichten – eine Paraderolle für Anita Kupsch.

Der deutsche Publikumsliebling wird als Mitglied des Berliner Theaters am Kurfürstendamm den Laden aufräumen. Am Donnerstagabend fegt sie samt Ensemble durchs Kulturzentrum Mattersburg.

 

Wechseljahre

Apropos Feger: Als Kracher vor Deutschlands Theaterpublikum hat sich das Stück "Heiße Zeiten – Wechseljahre" erwiesen. Das Schmankerl: Noch bevor Hitzewallungen im Oktober  auf Wien übergreifen, konnten die Burgenländischen Kulturzentren die Produktion an Land ziehen, am 3. Mai wird in Oberschützen, tags darauf in Mattersburg gespielt.

Die Perle Anna: 29. 3., 19.30 Uhr, KUZ Mattersburg ( Abo Eisenstadt); 25 / 22 / 15 €; Karten: KUZ Eisenstadt, Esterházystr. 5 oder unter 02682 / 646 80;

Heiße Zeiten – Wechseljahre: 3. Mai, KUZ Oberschützen; 4. Mai, KUZ Mattersburg; jew. 19.30 Uhr, Eintritt: 26 / 23 / 16 €, Karten im Internet.

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( Kurier ) Erstellt am 29.03.2012