© REUTERS/LEONHARD FOEGER

Chronik Burgenland
03/30/2020

Grenzverkehr: Ausnahmeregelung für ungarische Berufspendler

Keine Quarantäne für Pendler, die innerhalb von 50 km der Grenze leben oder arbeiten. Bahnverkehr Wien-Sopron-Deutschkreutz bleibt aufrecht.

Die Lösung hatte sich bereits am Wochenende abgezeichnet, jetzt liegt sie auch offiziell vor: Beim Grenzverkehr wird es eine Ausnahmeregelung für Berufspendler aus Ungarn geben.

Pendler, die innerhalb von 50 km der Grenze leben oder innerhalb von 50 km arbeiten, müssen sich nach der Einreise nach Ungarn nicht in eine 14-tätige Quarantäne begeben – sofern kein Verdacht auf eine COVID-19-Erkrankung besteht.

"Offizielle Bestätigung ist wichtig"

Es sei wichtig, dass diese Ausnahme nicht nur auf einem informellen Agreement beruhe, sondern nunmehr in schriftlicher und somit verbindlicher Form vorliege, heißt es vonseiten des Landeshauptmannes: „Das Land Burgenland unternimmt aber weiterhin alles, damit die medizinische Versorgung und Pflegeleistungen im Land in dieser Krisensituation auch künftig aufrechterhalten werden können.“

Durch die enge Verflechtung mit Ungarn und dem hohen Anteil ungarischer Arbeitskräfte sei es vor allem für das Gesundheits- und Pflegewesen im Land, aber auch für die Wirtschaft wichtig, dass Berufspendler, die keine COVID-19-Verdachtsfälle sind, uneingeschränkt ein- und ausreisen können.

Aufruf an alle Pflege- und Betreuungseinrichtungen

Unterdessen hat Soziallandesrat Christian Illedits in einem Schreiben an alle Betreiber von Altenwohn- und Pflegeheimen neuerlich dazu aufgerufen, Pflegekräfte dazu zu animieren, in Österreich zu bleiben: „Die Unterbringung der ausländischen Pflegekräfte in vom Land bezahlten Quartieren sollte auch weiterhin angestrebt werden.“ An die Pflegehotline (057 600 1000) können sich pflege- bzw. betreuungsbedürftige Personen bzw. deren Angehörige, die Unterstützung benötigen, wenden.

Bahnverkehr Wien-Sopron-Deutschkreutz

Bestätigt wurde nicht nur die Ausnahmeregelung für Berufspendler. Auch der Bahnverkehr Wien-Sopron-Deutschkreutz bleibt nach Angaben Ungarns weiterhin ungestört aufrecht.

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