Nach Pleite der Gebietsvinothek: Kölly sucht nach Ideen
Von Gernot Heigl
Endgültig ausgetrunken hat es sich in der Deutschkreutzer Vinothek. Trotz wochenlanger Verhandlungen scheiterten schlussendlich alle Versuche, mit den Gläubigern eine Einigung zu erzielen. Daher musste nun die Insolvenz angemeldet werden.
Insidern zufolge soll der Schuldenstand rund eine halbe Million Euro betragen. Besonders betroffen vom Konkurs sind knapp 50 Winzer, die seit gut einem Jahr kein Geld für verkaufte Weine erhalten haben.
Kölly will „durchstarten“
Im Zuge der Pleite gehört auch der bisherige Betreiber-Verein der Vergangenheit an. Wie es weitergehen kann, skizziert der ehemalige Bürgermeister von Deutschkreutz, Manfred Kölly, nunmehr Gemeindevorstand (LBL): „Federführend werde ich anhand meiner Kontakte versuchen, eine Lösung mit Winzern, der Gemeinde und dem Land zu finden, damit die Vinothek neu durchstarten kann.“
Parallel zur Abwicklung des Insolvenzverfahrens will Kölly zu einer Besprechung einladen, um mit allen Interessierten über engagierte Zukunftspläne zu plaudern. „Idealerweise gründen wir einen neuen Verein, suchen gemeinsam nach Ideen und denken gleichzeitig darüber nach, ob wir die Vinothek nicht doch auch für Winzer aus anderen Bundesländern öffnen sollten.“
Der Ortspolitiker weiter: „Am Schirm hätte ich zudem abwechslungsreiche Rahmenprogramme, um der Vinothek wieder Leben einzuhauchen. Das wäre für den Tourismus und die Region verdammt wichtig.“
Unterschriften fehlten
Wie die Krone berichtet, seien die Winzer für einen Neubeginn zur Stundung ihrer Geldforderungen aufgerufen worden, jedoch hätten nicht alle den vorgeschlagenen Weg mittragen können. Schließlich hätten fehlende Unterschriften und nicht eingehaltene Zahlungsziele zur Insolvenz geführt.
Kommentare