Frischer Wind im Seebad Illmitz

Bürgermeister Josef Loos verwirklicht 2012 letzte große Projekte bevor er nach 15 Jahren aus der Politik ausscheidet.

In neuem Glanz soll das Illmitzer Strandbad in der kommenden Sommersaison erstrahlen. Im Frühjahr müssen verwitterte Holzstege neuen weichen, die Beschattung wird optimiert und neue Kabinen aufgestellt.

„Wir wollen das Bad attraktiver gestalten und den aktuellen Gegebenheiten anpassen“, erklärt SP-Bürgermeister Josef Loos. Um frischen Wind in das Konzept zu bringen, wurde die Bevölkerung eingeladen, sich an dem Prozess zu beteiligen. Im Sommer wurden drei Arbeitsgruppen gebildet, die einen Maßnahmenkatalog erarbeitet haben. Im Jänner soll die Prioritätenliste erarbeitet werden. „Wir können nicht alles gleichzeitig umsetzen“, sagt Loos. Für das heurige Jahr wurden 300.000 Euro einkalkuliert.

Während für die Illmitzer auf der einen Seite die Freude über die Erneuerung des Strandbades überwiegt, gibt es doch einen Wermutstropfen. Ab Sommer 2012 müssen auch die Einheimischen Eintritt bezahlen, um im See zu baden. Was nicht gerade auf Begeisterung unter den Illmitzern stößt, wie man aus der Gemeinde hört. Derzeit werden noch Überlegungen angestellt, in welcher Form der Zutritt zum Seebad geregelt wird. Vorstellbar sei jedoch eine Parkraumbewirtschaftung, wie Loos erklärt. Dafür soll aber kein Eintritt zum See verlangt werden. „Man kann nichts investieren ohne Einnahmen daraus zu machen“, begründet der Ortschef die aktuellen Überlegung.

Pläne

Neben dem Seebad stehen im Jahr 2012 jede Menge andere Aufgaben auf der Liste des Langzeitbürgermeisters. Vergangenen Donnerstag wurde das Budget von 5,4 Millionen Euro (1,2 Mio. Euro stammen aus dem Verkauf der Begas-Anteile, Anm.) beschlossen. Im Frühjahr soll mit dem Bau einer Einrichtung für Betreubares Wohnen begonnen werden, die öffentliche Beleuchtung wird fertig gestellt und Straßen, Gehsteige und Güterwege renoviert.

Loos wird 2012 letztmalig die Geschicke der Gemeinde leiten und nach 15 Jahren als Bürgermeister aus der Politik ausscheiden. „Man muss dankbar sein und wissen, wann man geht.“

( Kurier ) Erstellt am 02.01.2012