Chronik | Burgenland
01.03.2013

Wissenschaftspreis für zwei Historiker

Ursula Mindler und Herbert Brettl überzeugten mit ihren landeskundlichen Werken.

Die Preisträger des Fred Sinowatz-Wissenschaftspreises 2012 stehen fest: Ursula Mindler aus Oberschützen und Herbert Brettl aus Halbturn. Sie dürfen sich über je 1000 Euro Preisgeld freuen. Insgesamt wurden sieben Publikationen aus dem Bereich der landeskundlichen Forschung eingereicht, die von einer unabhängigen Jury bewertet wurden.

Für Kulturlandesrat Helmut Bieler, SPÖ, hat dieser Preis einen wichtigen Stellenwert: „Wir verleihen den Wissenschaftspreis, weil wir einerseits Wissenschafter und deren Werke honorieren wollen und uns dadurch andererseits wichtige Impulse für die Wissenschaft im Burgenland erhoffen.“

Publikationen können nicht nur durch den Autor selbst, sondern auch durch Leser eingereicht werden. „Durch diese Möglichkeiten der Einreichung wurde auch dem Publikum die Gelegenheit zur Mitwirkung gegeben“, erklärt Bieler.

Die promovierte Historikerin Mindler, die an der Andrassy-Universität Budapest lehrt, erhält die Auszeichnung für die wissenschaftliche Arbeit „Grenz-Setzungen im Zusammenleben. Verortungen jüdischer Geschichte in der ungarischen/österreichischen Provinz am Beispiel Oberwart/Felsöör“.

Herbert Brettl, Autor und promovierter Historiker, hat mit seinem eingereichten Werk „ Nationalsozialismus im Burgenland. Opfer.Täter. Gegner“ die Jury überzeugt. Das Buch von Brettl richtet sich mit einem schwierigen Thema, das trotzdem leicht lesbar aufbereitet ist, speziell an die Jugend.