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Chronik Burgenland
03/07/2020

FPÖ Burgenland: Gegenwind für Norbert Hofer

Ex-Landtagsabeordneter Manfred Haidinger will Burgenlands neuer FPÖ-Chef werden und stellte zum Auftakt Anträge zur Geschäftsordnung.

Der frühere Landtagsabgeordnete Manfred Haidinger hat beim FPÖ-Landesparteitag in Neudörfl am Samstag seinen Willen, für die Position des Landesparteiobmannes zu kandidieren, bekräftigt.

 

Haidinger tat dies bei einer Wortmeldung zur Tagesordnung, bei der er auch zwei Anträge zur Geschäftsordnung stellte.

Hofer einziger Name auf Stimmzettel - trotz Gegenkandidat

Die Tagesordnung könne nicht statutenkonform sein, da am Zettel für die Wahl des Landesparteiobmannes nur der Name Norbert Hofer stehe, stellte Haidinger fest. Davon wäre in der letzten Sitzung der Landesparteileitung noch gar nicht die Rede gewesen.

Er stellte deshalb den Antrag, „dass dieser Zettel entfernt wird“. „Das ist in Wirklichkeit Schaffen von Fakten durch Papier und das finde ich nicht in Ordnung“, meinte der FPÖ-Politiker. Dasselbe gelte auch für die Namen der Stellvertreter des Parteiobmannes.

Auch mit der Redezeitbeschränkung von fünf Minuten nach der Geschäftsordnung werde es ihm „nicht leicht gemacht“, sich vorzustellen, meinte Haidinger. Er ersuche deshalb um Erhöhung der Redezeit auf 20 Minuten für die Vorstellung eines Kandidaten zum Landesparteitag.

„Man kann die Zettel runternehmen“, er sehe dieses Problem nicht, schaltete sich Bundesparteichef Norbert Hofer ein. Und über die Redezeit sollten die Delegierten entscheiden: „Ich werde bei meiner Vorstellung keine endlos lange Rede halten“, fügte Hofer hinzu.

In der Abstimmung entschieden die Delegierten mehrheitlich, dass die Stimmzettel unverändert bleiben. Die Verlängerung der Redezeit auf 20 Minuten für Kandidaten fand mehrheitlich Zustimmung.

Derzeit ist der Landesparteitag noch im Gange. Ergebnisse werden für den späteren Nachmittag erwartet.