Felber will’s besser machen als Babler

Berthold Felber will die Bundes-SPÖ aus dem Tief holen.
SPÖ-SONDERPARTEITAG IN LINZ: FELBER

Was haben Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und das einfache SPÖ-Mitglied Berthold Felber gemeinsam? Beide – so darf man annehmen – gelten in der Bundesparteizentrale der SPÖ als beständiges Ärgernis, als lästige Genossen aus dem Burgenland.

Während sich Doskozil vor dem Bundesparteitag am 7. März in Wien aber in der Öffentlichkeit betont zurückgehalten hat, beschäftigt der 71-jährige Unternehmer aus dem Mittelburgenland die Bundespartei aktuell umso mehr.

Wie – erfolglos – schon bei den beiden Parteitagen 2023, will Felber auch im März Bundesparteivorsitzender werden.

Dass nur der amtierende Parteichef Andreas Babler auf dem Stimmzettel steht, Felber (und ein weiterer Kandidat) von den Delegierten jedoch nur gewählt werden können, indem man ihren Namen auf den Stimmzettel schreibt, widerspricht laut Felber nicht nur dem Gleichheitsgrundsatz, sondern auch dem Parteistatut. Dort steht unter § 28, Absatz 11, dass als Wahlvorschläge „neben den Vorschlägen von Wahlkommissionen“ (...) auch „Bewerbungen von Parteimitgliedern“ gelten.

Dass Felber nicht aufgibt, hat noch einen weiteren Grund. Er ist überzeugt, es besser machen zu können als Babler. Auf die Frage, ob er sich tatsächlich Chancen ausrechne, wenn er auf dem Stimmzettel stünde, antwortet Felber mit einer Gegenfrage: „Die Frage ist, ob Babler eine Chance gegen mich hätte“.

50.000 Euro für Mission

Also wird er am 7. März zum Bundesparteitag nach Wien anreisen, wissend, dass er nicht rein darf. Aber den Versuch wird er wagen. So wie mit einer zivilrechtlichen Klage gegen die SPÖ vor zwei Jahren, die abgewiesen wurde. Rund 50.000 Euro hat Felber nach eigenen Angaben schon in seine Mission, SPÖ-Chef zu werden, gesteckt. „Du machst dich vermutlich bei vielen lächerlich“, habe ihm seine Frau gesagt.

Seine Antwort: „Aber nicht vor mir selbst“.

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