Falstaff: Drei Burgenländer auf dem Podest

Gesellmanns Cuvée Bela Rex bekam 96 Punkte und somit die meisten bei einer sehr wichtigen Weinauszeichnung.

Wie in den vergangenen Jahren war auch diesmal die Spannung groß bei der Falstaff-Rotweingala am vergangenen Dienstag in der Wiener Hofburg. Obwohl bereits ab 14 Uhr an die 280 Weine verkostet werden durften, wusste  die Koster und Kenner  bis 17 Uhr nicht, wer den Siegerwein stellen wird.

 

Den begehrten Titel holte sich schließlich der Deutschkreutzer Winzer Albert Gesellmann mit seinem Bela Rex 2009. „Den kann man lassen, der ist mehr als okay“, sagt der ehemalige Landtagspräsident Walter Prior einen Tag danach.

 

Peter Moser, Chefredakteur des Falstaff-Magazins, in seinem Urteil: „Es geht nicht darum, dass der Wein den anerkannten Experten sehr gut schmeckt, sondern dass das Publikum davon profitiert.“  Das Weingut Gesellmann ist für die Falstaff-Familie nicht unbekannt. Bereits 2008 wurde das Weingut u.a. Falstaff-Sieger. Über Albert  Gesellmann meint Moser, „dass er nicht avantgardistisch fährt, aber auch nicht konservativ. Er findet die Goldene Mitte.“

 

Albert Gesellmann freut sich „natürlich“ über die 96 Punkte. Wohl auch deshalb, weil es sein „Kind“ ist. Als er nämlich 1991 aus Südafrika und Kalifornien ins Mittelburgenland zurückkam, wollte er  internationale  Rebsorten in die Fässer bringen. Und somit war Bela Rex, eine Kombination aus Merlot und Cabernet Sauvignon – 50 : 50 – geboren. Geprägt, so Gesellmann, sei der Wein von der Frucht des Cabernet Sauvignon und von der Struktur und den Tanninen des Merlot. Und das „eindeutig“ in einer gewissen österreichischen Stilistik. „Unverwechselbar. Und so sollte es auch bleiben“, sagt Gesellmann.

 

Den zweiten Platz von den  mehr als 1500 eingereichten Weinen belegte das Weingut Silvia Heinrich, ebenfalls aus Deutschkreutz. 95 Punkte bekam es für den reinsortigen Blaufränkisch Cupido beauté éternell.

Überraschung

Als „echte“ Überraschung und „Newcomer“ kann man das Weingut Steurer aus Jois bezeichnen.  Er habe schon des öfteren für eine Prämierung eingereicht, aber aufgefallen sei er noch nie, so  Hannes Steurer. Diesmal wurde  der 3. Platz erreicht. „Das ist für uns wie Weihnachten“, sagt der Joiser Winzer. Er erhielt 95 Punkte für eine Cuvée aus Blaufränkisch 60 %, Zweigelt 15, Cabernet Sauvignon 15 und Syrah 10 %.

( Kurier ) Erstellt am 07.12.2011