Erneut Asbestfunde im Burgenland: Spielplatz und Rastplatz betroffen
Das Ergebnis der Untersuchung ist alarmierend: Auch bei den aktuellen Proben wurden teils über 50 Prozent des krebserregenden Materials nachgewiesen.
Betroffen sind unter anderem ein Spielplatz einer McDonald’s-Filiale in Oberpullendorf, der Asfinag-Rastplatz Mogersdorf an der S7, der Businesspark Steinberg-Dörfl sowie ein Parkplatz im ungarischen Bozsok nahe der Grenze. Die betroffenen Unternehmen und Betreiber wurden laut Greenpeace bereits vorab über die Testergebnisse informiert.
Zwei von ihnen reagierten umgehend: McDonald’s kündigte an, den belasteten Asbestschotter entfernen zu lassen, die Asfinag sperrte den betroffenen Rastplatz bei Mogersdorf.
„Faustgroße Asbestbrocken, wie sie direkt neben der Kinderrutsche der McDonald’s-Filiale gelegen sind, stellen eine akute Gefahr dar“, warnt Herwig Schuster, Umweltchemiker bei Greenpeace Österreich.
Gerade Kinder seien besonders gefährdet: „Wer Kinder hat, weiß genau, wie gerne mit Steinen gespielt wird. Hier darf keine Sekunde gezögert werden.“ Bereiche mit derartiger Belastung müssten sofort abgesperrt und das Material unverzüglich abtransportiert werden. „Dafür braucht es keine wochenlangen Luftmessungen, sondern schützende Sofortmaßnahmen“, so Schuster.
"Frei zugängliche Brocken entfernt"
Greenpeace fordert das Land Burgenland daher auf, dem Beispiel von Unternehmen wie McDonald’s und der Asfinag zu folgen. Um das Risiko einer weiteren Belastung der Bevölkerung zu minimieren, müssten frei zugängliche Asbestbrocken umgehend entfernt und besonders sensible Bereiche wie Spiel-, Sport- und Freizeitplätze gesperrt und erneuert werden. Explizit genannt wird auch der asbesthaltige Asphalt im Skaterpark Rechnitz.
Die vonseiten des Landes geplanten Luftmessungen werden von Greenpeace und der Umweltmedizinerin zwar unterstützt, seien jedoch bei weitem nicht ausreichend, um mögliche Risiken abzuwenden. Vorrang hätten konkrete Schutzmaßnahmen vor Ort.
Kommentare