Nach Alarm im Südburgenland: Wo steckt noch überall Asbest drin?
Die Taskforce "Vorsorgeabklärung Luftqualität" prüft im Burgenland die Belastung mit krebserregenden Asbestfasern in der Luft.
„Die Kinder sollen es einmal besser haben“: Für die nächste Generation ein stabiles Fundament zu hinterlassen, das ist für viele Menschen ein sinnstiftender Lebensantrieb.
Die Kinder sollen es besser haben. Weil die eigenen Lebensumstände das nicht zugelassen haben. Weil die Zeiten schlecht waren. Weil man es nicht besser wusste.
Das beschränkt sich nicht nur auf wirtschaftliche Aspekte, sondern auch auf gesundheitliche. Heute weiß man um die Gefahren von Substanzen und Materialien, die früher als harmlos galten – und meidet sie idealerweise.
Jugendliche vor den wissenschaftlich erwiesenen Gefahren von Tabak und Alkohol zu warnen, ist das eine. Wenn die Gefahr jedoch im Asphalt des Skateparks oder in den eigenen vier Wänden versteckt lauert, wird die Sache schwieriger.
Vom Allzweck-Material zum Verbot
Die Rede ist von Asbest, der bis in die 1980er-Jahre als hervorragendes Dämmmaterial galt und auch im Burgenland massenhaft verbaut wurde. In den 1990er-Jahren wurde die Verwendung der mineralischen Faser verboten, da sie stark krebserregend ist.
Allgegenwärtig
Trotz des Verbots ist Asbest noch immer allgegenwärtig. Daran erinnern die von Greenpeace veröffentlichten Funde, die aktuell im Südburgenland die Wogen hochgehen lassen. Zurecht wird nun lückenlose Aufklärung gefordert. Schließlich stellt sich die Frage: Wo lauert die unsichtbare Gefahr sonst noch?
Die Landespolitik versucht, die Situation zu beruhigen, und will die tatsächliche Gefahr mithilfe von Luftproben überprüfen. Gut so. Eine neu gegründete Asbest-Taskforce – übrigens bundesweit ein Novum – soll sich des Problems annehmen. Volle Transparenz wurde seitens der Politik zugesichert. Und angesichts der Verunsicherung in den betroffenen Gemeinden, wären die Verantwortlichen auch gut beraten, keine einzige Asbestfaser unter den sprichwörtlichen Teppich zu kehren.
Damit es die Kinder im Burgenland einmal besser haben.
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