Eisenstadt: U-Häftling stirbt in Zelle

Ein 42-jähriger Ungar wurde leblos in seiner Zelle gefunden. Die genaue Todesursache ist noch unklar.

In der Justizanstalt Eisenstadt ist ein Untersuchungshäftling gestorben. Der 42-jährige Ungar war erst vier Tage vor seinen Tod ins Eisenstädter Gefängnis gebracht worden. Die U-Haft war wegen des Verdachts auf Einbruch verhängt worden. Am 13. Dezember schlugen Zellenkollegen des Ungarn Alarm. „In seiner Zelle befanden sich noch zwei Mithäftlinge. Diese haben uns verständigt, dass der Mann nicht ansprechbar sei“, erklärt Oberst Günter Wolf, Leiter der Justizanstalt Eisenstadt.

Man habe daraufhin die beiden Insassen verlegt und sofort nach dem Ungarn gesehen. Die Beamten hätten versucht, den Mann anzusprechen, er habe aber in keinster Weise reagiert. „Wir haben sofort den Arzt verständigt. Wir sind von einem Suizid ausgegangenen“, sagt Wolf. Der 42-Jährige sei schwer drogenabhängig gewesen und habe vom Arzt Medikamente verabreicht bekommen. Zur genauen Todesursache können man derzeit noch keine Auskunft geben. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde der Leichnam des Mannes zur Obduktion nach Wien gebracht. „Wir wissen bisher nur, dass er an seinem Erbrochenen erstickt sein dürfte“, erklärt Wolf im KURIER-Gespräch. Wann der detaillierte Obduktionsbericht vorliege, könne man derzeit noch nicht sagen.

( Kurier ) Erstellt am 21.12.2011