Eisenstadt: Thomas Steiner wird Bürgermeister

Sesselrücken: Fraunschiel (li.) geht, Steiner kommt (re.).
Foto: Georg Gesellmann

Überraschung - Andrea Fraunschiel kandidiert nicht mehr für Gemeinderatswahl 2012.

Vor einigen Jahren wäre es in der Landeshauptstadt unmöglich gewesen, dass ein sogenannter "Zuagroaster", wie Thomas Steiner einer ist - er kommt aus Loretto -, Bürgermeister werden kann. Wenn alles glatt geht und dem 44-jährigen Juristen kein unvorhersehbarer Ausrutscher passiert, dann wird er Ende diesen Jahres das Amt des Bürgermeisters der Stadt Eisenstadt führen.

"Wir werden jetzt die nächsten zwei, drei Monate nützen, um uns innerhalb der ÖVP entsprechend neu auszurichten - inhaltlich, organisatorisch, personell natürlich", sagt Steiner. Nähere Details "kann und will" er erst im September bzw. im Oktober bekannt geben. Sein Mandat als Landtagsabgeordneter wird Steiner nicht zurücklegen: "Das ist für mich keine Frage."

Bei Noch-Bürgermeisterin Andrea Fraunschiel verhält es ich so, "dass der Mensch denkt, aber Gott lenkt". Ihr Hausarzt habe gemeint, dass sie "etwas leiser treten soll", und deshalb hat sie den Entschluss gefasst, nicht mehr zu kandidieren.

Auch VP-Gemeindeparteiobmann Peter Nemeth wird die politische Bühne der Landeshauptstadt verlassen. Als Nachfolger soll ebenfalls Thomas Steiner die Agenden übernehmen. Günter Kovacs (SP) findet, dass die monatelangen Grabenkämpfe in der Stadt-ÖVP nun ihren Höhepunkt erreicht hätten. Für ihn bleibe ein "bitterer Beigeschmack", weil Fraunschiel "hinausgemobbt" wurde. Géza Molnár (FP) sagt: "Mit Steiner macht es sich die personifizierte Abgehobenheit im Bürgermeistersessel bequem. Er verkörpert viele Eigenschaften, die die Wähler seit Jahren scharenweise vor der ÖVP davonlaufen lassen."

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(kurier) Erstellt am
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