Hotel Burgenland auf eigenen Beinen

Restaurant Bienenkorb im Hotel Burgenland in Eisenstadt
Nach Ausstieg aus Hotel-Gruppe pocht das Traditionshaus auf persönliche Note und Regionalität.

Neujahr hat für das Hotel Burgenland auch gleich eine Neuerung mit sich gebracht: Indem die UNIQA ihre Austria Hotels Betriebs GmbH an eine Wiener Investorengruppe verkauft hat, scheidet das Eisenstädter Traditionshaus nach zehnjähriger Zugehörigkeit aus der Gesellschaft aus. „Wir sind wegen der direkten Verbindung zu Büroräumlichkeiten nicht mitgekauft worden“, erklärt der alte wie neue Geschäftsführer Alfred Diewald die fehlende Attraktivität für den Kauf.

Hotel Burgenland auf eigenen Beinen
Alfred Diewald, Geschäftsführer im Hotel Burgenland in Eisenstadt
Den Schritt in die Eigenständigkeit empfindet der 42-Jährigeaber als „sehr, sehr positiv“. Denn: „Ab jetzt möchten wir unser eigenes Dienstleistungsangebot mehr hervorheben“, hakt der Hoteldirektor das „Konzernkonzept im Hintergrund“ als vergangen ab. Die persönliche Note, die lange gefehlt habe, werde „der Gast unmittelbar spüren“ beziehungsweise schmecken und sehen. Denn war man zuvor punkto Küche an einen Zentraleinkauf gebunden, werde sich künftig in der Speisekarte des hoteleigenen Restaurants „Bienenkorb“ vermehrt Regionales niederschlagen. 250.000 Euro möchte man in die Hand nehmen, um kleine Umbauten in Zimmern und im Eingangsbereich vorzunehmen. „Im ersten Quartal 2013 soll die Soft-Renovierung abgeschlossen sein“, gibt Diewald Auskunft.

Um ihren Arbeitsplatz müssten die 40 Angestellten des Hauses am Franz Schubert-Platz 1 nicht fürchten, „im Gegenteil: Wir suchen Lehrlinge und möchte die Ausbildung von Jugendlichen fördern.“ Bisher hätten in Sachen Personalfindung Castings in Wien stattgefunden.

Zwei schwierige Jahre

Die Buchungslage sei bis über das Jahr 2014 hinaus gut, „da bemerken wir einen Aufschwung“. Rückblickend hat das 88 Zimmer und acht Suiten zählende Hotel Burgenland wegen des Umbaus des Kultur- und Kongresszentrums gleich nebenan „zwei schwierige Jahre hinter sich, da mussten wir schon die Zähne zusammenbeißen“, räumt Diewald, der seit 2009 die Geschäftsleitung im Hotel inne hat, ein. Denn freilich zählen Festspiel- und Kulturgäste aus Deutschland, ganz Österreich und der Schweiz zur Hauptkundschaft. „Diese dazu bewegen, dass sie statt der üblichen drei Nächte auf vier bis fünf erhöht, ist unser erklärtes Ziel“, sagt der Hoteldirektor.

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