Traditionelles Finale des burgenländischen Festivalsommers im Kulturzentrum Eisenstadt. Festival-Intendanten mit Kulturlandesrat Helmut Bieler

© BURGENLANDS FESTIVAL-INTENDANTEN /Tamara Gmaschich

Kultur-Bilanz
10/10/2013

Ein gelungener Festivalsommer it Schattenseiten

Insgesamt haben 554.000 Gäste die 18 Sommerfestivals besucht, 2012 waren es 636.000.

von Tamara Gmaschich

Es war Mittwochabend das geballte Aufkommen von Burgenlands Festivalintendanten und Medienvertretern, um auf Einladung von Kulturlandesrat Helmut Bieler (SP) den ausgeklungenen Festivalsommer zu feiern. Freilich keine Premiere. Die Saison ließ man gemeinsam bereits zum 15. Mal, aber nun erstmals im neuen Kulturzentrum Eisenstadt, bei Kulinarik und von Jazz-Klängen begleitet Revue passieren.

Nicht ohne Tacheles zu reden. Denn bei aller „Vielfalt, Qualität und Professionalität, mit der die Festivals bei einem internationalen Publikum punkten konnten“, kam Bieler nicht umhin, auch die Schattenseiten zu beleuchten, die Saison sei im „Großen und Ganzen eine gelungene, aber auch durchwachsene“ gewesen, Stichwort Besucherrückgänge. Denn während die Schloss-Spiele Kobersdorf eine Zusatzvorstellung ansetzen konnten und es bei klassischer Musik und Theater keine Einbrüche gab, blieben allen voran um die großen Bühnen viele Plätze leer.

„In Mörbisch und St. Margarethen waren es 50.000 Besucher weniger“, fasste der Landesrat das Minus in Zahlen, betonte aber, den Schwund nicht auf zwei Festivals reduzieren und Verbesserungen in Gesprächen finden zu wollen. Insgesamt haben 554.000 Gäste (2012 waren es 636.000) das 18-teilige Festivalangebot genützt. Als Gründe für den Verlust nannte Bieler die Nachwehen der Finanzkrise, die Konkurrenz in anderen Bundesländern, das Hochwasser in Niederösterreich und das zu heiße Wetter.
Neuerungen gab es aus der Sparte Kulturmanagement zu verkünden. Der Vorstand der Schloss-Spiele Kobersdorf hat Thomas Mersich einstimmig zum neuen Geschäftsführer bestimmt. Kulturservice Burgenland-Boss Wolfgang Kuzmits wird, wie berichtet, ab 1. Dezember auch die Burgenländischen Kulturzentren leiten.