Mann schnitt Frau Haare ab

Scissors are left at the Yiwu Lianfa clothing factory in Yiwu, Zhejiang province June 8, 2011. Like many other Chinese factories… © Bild: Reuters/CARLOS BARRIA

Als "Strafe" wegen angeblicher Untreue griff der Ehemann zum Messer. Jetzt gibt es ein Betretungsverbot und eine Anzeige.

Zwischen dem Ehepaar im Bezirk Oberpullendorf habe es laut Polizei schon des Längeren gekriselt. Vergangenen Sonntag ist der Streit zwischen den Eheleuten eskaliert. Der 49-jährige Slowake bezichtigte seine Frau, ihn seit Längerem betrogen zu haben. Im Streit zerrte der 49-Jährige seine um fünf Jahre jüngere Ehefrau ins Schlafzimmer, dort schnitt er ihr mit einem Messer büschelweise die Haare ab. Die Mutter der Frau hörte die Schreie und verständigte schließlich die Polizei.

Der Mann warf laut Polizei seiner Frau vor, dass sie seit Jahren ein Verhältnis mit einem anderen Mann habe. Zum Beweis, dass er tatsächlich der Vater der gemeinsamen Tochter sei, habe er die Durchführung eines DNA-Tests verlangt.

Bowiemesser

Als die Frau dies ablehnte, geriet der 49-Jährige offenbar in Rage: Er kappte das Telefonkabel für das Festnetz und zerrte die Burgenländerin ins Schlafzimmer. Dort soll er die 44-Jährige zu Boden gedrückt und zuerst versucht haben, ihr mit einer Haarschneidemaschine die Haare abzuschneiden. Als dies nicht gelang, griff er zu einem Bowiemesser (ein Messer mit massiver Klinge, wie es unter anderem bei der Jagd und beim Militär verwendet wird, Anm.) und schnitt seiner Frau büschelweise die Haare ab, so die Exekutive.

Die im Haus wohnende Mutter der 44-Jährigen hörte ihre Tochter schreien und alarmierte die Polizei. Zu seiner Rechtfertigung gab der Mann an, er habe seine Frau „bestrafen und ihr die Haare vom Kopf schneiden“ wollen, „wie man dies im Mittelalter mit untreuen Ehefrauen getan hat.“

Eine Bestrafung „wie im Mittelalter“ bleibt dem 49-Jährigen erspart: Die Beamten verhängten gegen ihn ein Betretungsverbot für die gemeinsame Wohnung. Der Beschuldigte wird wegen gefährlicher Drohung und Nötigung bei der Staatsanwaltschaft angezeigt.

Erstellt am 04.03.2013