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Chronik Burgenland
05/04/2012

Die Trojaner sind unterwegs

Vor neuen Tricks von Internet-Kriminellen warnt die AK Burgenland. Noch halten sich die Schäden in Grenzen.

von Georg Gesellmann

Mit einem neuen Trick machen derzeit Internet-Kriminelle die Computer vieler Burgenländer unsicher. Die Betroffenen erhalten eMails, die als Bestätigung für bestellte Ware erscheinen. Als Bestellpreis werden Summen bis zu 1000 Euro genannt. Und jetzt kommt’s: "Selbstverständlich wollen die Ad­ressaten, die nichts von solchen Bestellungen wissen, Klarheit in dieser Angelegenheit erlangen. Aufschluss verspricht die angehängte Datei, die angeblich de­taillierte Vertragsdaten und Rechnungsdetails enthält", erklärt AK-Konsumentenschützer Christian Koisser.

Schäden

Doch genau das wollen die Kriminellen erreichen: "Durch das Öffnen des Anhangs kann grober Schaden verursacht werden. Etwa durch Trojaner oder andere so genannte Malware, die am Computer empfindlichen Schaden anrichten können." Schäden wie etwa die Öffnung von Bankkonten seien bis jetzt noch nicht aufgetreten.

Wie bereits bekannt, gehen die Angreifer dabei besonders professionell vor: Es bekommen nicht einfach alle Adressaten die gleichen Bestellbestätigungen mit den gleichen Anhängen, sodass die eMails kaum durch Spam-Filter abgefangen wer-den können. Die angeblich bestellten Unterhaltungselektronik-Artikel differieren ebenso wie die genannten Verkäufer, wobei beispielsweise Namen wie conrad.de oder comstern.de genannt werden.

Die betroffenen Burgenländer hatten laut AK bis dato Glück. Sie konnten die angehängte Datei mit der Endung .zip nicht öffnen. "Doch man kann sich nicht darauf verlassen, dass ein Virusscanner solche Angriffe rechtzeitig erkennt", sagt Koisser. Daher müsse ausdrücklich davor gewarnt werden, eMail-Anhänge, denen man nicht sicher trauen kann, zu öffnen. Besonders Dateien mit der Endung .zip oder .exe können gefährliches Material enthalten.

Interessant wäre natürlich auch, so Koisser, wie die Versender der kriminellen eMails an die Daten ihrer Opfer gekommen sind. "Möglicherweise wurden gestohlene Kundendaten diverser Shops verwendet", erklärt der Konsumentenschützer der AK.

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