© Roland Pittner

Chronik Burgenland
09/21/2021

Die Bürgermeister-Duelle in Burgenlands Bezirksvororten

In den sieben Bezirksvororten bringen sich die Kandidaten für 2022 in Stellung / In Neusiedl und Güssing könnten Kontrahenten von 2017 noch einmal antreten

von Thomas Orovits, Roland Pittner

Die Gemeinderatswahlen im Herbst 2022 rücken näher. Auch in den sieben Bezirksvororten positionieren sich die Kandidaten. Derzeit steht es zwischen SPÖ und ÖVP 3:3, nur ganz im Süden regiert ein Listenstadtchef.

In Neusiedl am See wiederholt sich das Duell von 2017. Damals hat Elisabeth Böhm (SPÖ) der seit ewigen Zeiten regierenden ÖVP um Thomas Halbritter den Bürgermeistersessel abgejagt, im Gemeinderat blieb die ÖVP stärkste Fraktion. Das denkmalgeschützte und geschlossene Hallenbad ist immer noch Zankapfel der Stadtpolitik. Die Sanierung würde einen zweistelligen Millionenbetrag erfordern.

Eisenstadt ist eine sichere Bank für die absolut regierende ÖVP, Thomas Steiner amtiert seit zehn Jahren. Die SPÖ versucht derzeit den x-ten Neustart, vorige Woche wurde Volksschuldirektorin Charlotte Toth-Kanyak zur Spitzenkandidatin gekürt.

In Mattersburg nutzt die SPÖ die Möglichkeit, innerhalb der letzten 12 Monate vor der Wahl im Gemeinderat eine neue Bürgermeisterin zu wählen, die sich einen Amtsbonus aufbauen kann. Ingrid Salamon hört nach 22 Jahren auf, Landtagsabgeordnete Claudia Schlager übernimmt im Dezember. Ihr ÖVP-Herausforderer 2022 wird wohl Andreas Feiler.

In Oberpullendorf übergibt ÖVP-Stadtchef Rudolf Geißler bald an seinen Vize Johann Heisz. Für die SPÖ wird 2022 vermutlich wieder Landtagsabgeordnete Elisabeth Trummer antreten – „wir halten uns noch bedeckt“, sagt sie.

Bunter Süden

In Oberwart bewirbt sich ÖVP-Bürgermeister Georg Rosner für eine dritte Amtszeit. Sein Gegner bei der SPÖ ist Michael Leitgeb, der Karl-Heinz Gruber als Stadtparteiobmann ablöste. Auch der Vorstand ist neu, Marc Seper und Landtagsmandatar Christian Dax sind Stellvertreter. „Wir wollen Seper als Stadtrat, da sich Gruber zurückziehen will“, so Leitgeb. Es fehlen allerdings noch Verzichtserklärungen der 2017 davor gereihten Kandidaten.

In Güssing ist SPÖ-Bürgermeister Vinzenz Knor noch nicht sicher, ob er wieder antritt. Auch die ÖVP hat noch keinen Fixstarter für das Bürgermeisterrennen – Alois Mondschein ist ein möglicher Kandidat.

In Jennersdorf könnte es weiter einen Listenbürgermeister geben. Reinhard Deutsch von der Liste JES will wieder antreten. „Wir haben auch neue Mitstreiter und werden noch breiter aufgestellt sein“, sagt Deutsch, der den Bürgermeistersessel der ÖVP abspenstig machte. Ob VP-Vizebürgermeisterin Gabriele Lechner ins Rennen geht, ist noch nicht entschieden, auch bei der SPÖ ist man noch unschlüssig.

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