Das Geschäft des Landes mit Radarkontrollen
Als das Land im November 2020 mit der Bewirtschaftung von 14 eigenen Radarboxen begann, wähnte die Opposition „Abzocke“ und Zufluss in „leere Landeskassen“. Der die ganze Zeit über zuständige SPÖ-Landesrat Heinrich Dorner hat das stets bestritten und den Nutzen für die Verkehrssicherheit in den Vordergrund gerückt.
Im Rahmen der Verkehrsbilanz gab Dorner auch einen Überblick über die landeseigenen Radarmessungen im vergangenen Jahr.
Bei den vom Land durchgeführten Messungen wurden rund 6,8 Millionen Kraftfahrzeuge erfasst. Von 80.289 Autolenkern wurde die jeweils höchstzulässige Fahrgeschwindigkeit überschritten. Das ergibt einen Übertretungsprozentsatz von 1,18 Prozent. Im Vergleich zum Jahr davor hat sich die Disziplin im Straßenverkehr erhöht. 2024 waren noch 1,43 Prozent der überprüften Kraftfahrzeuge zu schnell unterwegs.
Der sinkende Prozentsatz könnte auf „engmaschige Kontrollen zurückzuführen sein, die wir seit einigen Jahren durchführen“, so Dorner.
Einnahmen fürs Land
2025 hat das Land überdies 85 Anforderungen von Kommunen für die Geschwindigkeitsüberwachung auf Gemeindestraßen verbucht. Von Landesorganen wurden dabei 3.301 mobile Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt, so der Landesrat.
Was er nicht erwähnte: Wie viel Geld das Land aus den Strafen lukriert. Im Rahmen einer parlamentarischen Anfrage von ÖVP-Klubobmann Bernd Strobl im November 2025 gab Dorner aber Auskunft – allerdings nur bis Ende September des Jahres:
„Die Höhe der aus den erstatteten Anzeigen resultierenden Forderungen“ wird damals mit rund drei Millionen Euro beziffert. Schreibt man die Einnahmen fürs vierte Quartal entsprechend fort, könnten es fürs ganze Jahr rund vier Millionen sein.
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