Jetzt geht es zur ESA: Schüler bauen Mini-Satelliten aus Dose

Schüler des Gymnasiums Oberpullendorf bauen einen Minisatelliten und gewinnen damit den CanSat-Wettbewerb.
Eine Gruppe junger Menschen steht auf einer Treppe um eine Modellrakete und hält Auszeichnungen in den Händen.

Ein funktionierender Minisatellit in der Größe einer Getränkedose – entwickelt, gebaut und getestet von Schülerinnen und Schülern: Genau das ist die Grundlage des Wettbewerbs CanSat Austria 2026, bei dem das Gymnasium Oberpullendorf den Gesamtsieg errang.

Das Team BioSat mit Noah Heinrich, Jan Koo und Martin Reichart wurde beim Finale mit dem Hauptpreis „Bestes CanSat-Projekt“ ausgezeichnet. Damit wird das Team Österreich beim ESA-Abschlussevent „Space Engineer for a Day“ am ESTEC in den Niederlanden vertreten.

BioSat überzeugte mit einer Mission, die technische und naturwissenschaftliche Aspekte verbindet. Das Team befasste sich mit der Entnahme einer biologischen Probe aus der Luft sowie deren Auswertung in Verbindung mit Umweltdaten.

Zusätzlich erhielt das Team CamSat mit Cem Melzer, Dilen Mitnyik, David Mittermann, Helena Moser und Elias Zvonarits den Preis für die „Beste Öffentlichkeitsarbeit“.

CamSat setzte den Schwerpunkt auf Kameratechnik, Videoaufnahmen, Stabilisierung und KI-gestützte Auswertung. Für die Präsentation und Kommunikation des Projekts wurde das Team ausgezeichnet.

Ein weiterer Erfolg kommt aus demselben Gymnasium: Jan Koo, Mitglied des Siegerteams BioSat, gewann den GEOnomic Award 2026. Er setzte sich dabei gegen 1.374 Schülerinnen und Schüler aus ganz Österreich durch. Die besten neun traten am 17. April in der Wirtschaftskammer Österreich zum Bundesfinale an und stellten ihr Wissen in einem Fachgespräch vor einer Jury unter Beweis.

Rakete ging 500 Meter in die Luft

Die Aufgabe des Wettbewerbs besteht darin, einen funktionsfähigen Minisatelliten zu entwickeln. Nach dem Raketenstart müssen Temperatur und Luftdruck gemessen, die Daten an eine Bodenstation übertragen und ausgewertet werden. Darüber hinaus erarbeiten die Teams eine eigene Sekundärmission.

Das Finale des neunten österreichischen Wettbewerbs begann am 8. April mit der technischen Abnahme der Satelliten. Am 9. April wurden die CanSats am Flugplatz Schärding-Suben auf rund 500 Meter Höhe gebracht. Am 10. April fanden im Ars Electronica Center in Linz die Abschlusspräsentationen und die Preisverleihung statt. Insgesamt nahmen 13 Teams mit 51 Schülerinnen und Schülern teil.

Die beiden Projekte stammen überwiegend aus dem Zweig IT & Science des Gymnasiums Oberpullendorf.

Ein weiterer Aspekt: Der CanSat des Siegerteams BioSat wird im Technischen Museum Wien ausgestellt.

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