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70 Kilo Cannabis: Pensionisten vor Gericht

Prozess in Eisenstadt: Drei Pensionisten sollen 70 Kilo Cannabis angebaut und verkauft haben.
Junge Cannabispflanzen wachsen unter künstlichem Licht.

Zusammenfassung

  • Drei Pensionisten wegen Cannabisplantage in Eisenstadt vor Gericht.
  • Rund 70 Kilo Cannabiskraut angebaut, Großteil verkauft.
  • Einer geständig, zwei Angeklagte bestreiten Wissen über Plantage.

Drei Pensionisten müssen sich am Dienstag am Gericht in Eisenstadt wegen einer mutmaßlichen Cannabisplantage verantworten. Laut Anklage sollen sie im Jahr 2025 in Neusiedl am See rund 70 Kilo Cannabiskraut angebaut haben.

Demnach wurden etwa 63 Kilo der Ernte vor allem in Wien weiterverkauft. Die Indooranlage mit rund 900 Pflanzen befand sich an der Wohnadresse des Erstangeklagten.

Aufgefallen sei die Plantage laut Staatsanwaltschaft durch „reges Treiben“ rund um das Haus sowie durch Lieferungen von Setzlingen und Düngemitteln. Zudem wurde ein ungewöhnlich hoher Stromverbrauch festgestellt. Die Angeklagten sollen auch eine Stromüberbrückung eingerichtet haben, wodurch mehr Energie verbraucht wurde als bezahlt.

Bei einer Hausdurchsuchung wurde die Anlage entdeckt. Der 61-jährige Erstangeklagte zeigte sich teilweise geständig. Er gab an, einen kleinen Teil der Ernte selbst konsumiert und geringe Mengen verkauft zu haben. Den Großteil habe er an die beiden Mitangeklagten weitergegeben.

Der Zweitangeklagte erklärte, er sei lediglich als „Gärtner“ tätig gewesen und habe die Setzlinge gepflegt. Von der Plantage oder dem Verkauf habe er nichts gewusst. Auch der Drittangeklagte bestritt, Kenntnis gehabt zu haben. Er habe lediglich Keimlinge und Stecklinge geliefert.

Ein Urteil in dem Prozess könnte noch am Nachmittag fallen.

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