„Hochgefährlich“: Burgenland will Verbot für Edibles

Eine lächelnde Frau mit Brille und Blazer steht vor herbstlichen Bäumen.
Das Burgenland unterstützt das geplante Verbot von Edibles mit psychoaktiven Substanzen. Eine Gesetzesnovelle soll künftig klare Regeln schaffen.

Das Burgenland spricht sich klar für ein Verbot von sogenannten Edibles mit psychoaktiven Inhaltsstoffen aus. „Was harmlos aussieht wie ein Zuckerl oder ein Keks, kann hochgefährlich sein“, warnte Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner (Grüne).

Zum Schutz der Gesundheit wurde auf Bundesebene eine Novelle des Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetzes in Begutachtung geschickt. Sie soll das Inverkehrbringen solcher Produkte künftig verbieten.

Unter „Edibles“ versteht man essbare Produkte wie Fruchtgummis, Kekse, Schokoladen, Getränke oder Kapseln, die Wirkstoffe wie THC oder andere psychoaktive Cannabinoide, Muscimol (Fliegenpilzgift), Kratom, Kanna oder Blauen Lotus enthalten können.

Die geplante Gesetzesnovelle des Bundes sieht vor, dass das Inverkehrbringen dieser psychoaktiven Stoffe untersagt wird – auch dann, wenn sie noch nicht offiziell als gesundheitsschädlich eingestuft sind oder ihre Verwendung nicht als herkömmlich gilt. Herkömmliche Zutaten wie Koffein sollen ausdrücklich ausgenommen bleiben.

Haider-Wallner richtete zudem einen Appell an Eltern: „Schauen Sie genau hin, was konsumiert wird, und seien Sie wachsam bei Produkten, die plötzlich im Kinderzimmer auftauchen.“

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